Südliches Afrika

Das Regionalprogramm Südliches Afrika der DEZA hat zum Ziel, das Ausmass der Armut, der Ungleichheit und der Vulnerabilität in den Ländern der Region zu verringern. Programmschwerpunkte sind die Ernährungssicherheit, die Bekämpfung von HIV/Aids und die humanitäre Hilfe.

Karte der Region Südliches Afrika (Südafrika, Simbabwe, Malawi, Swasiland, Sambia, Lesotho)
© EDA

Nach jahrzehntelangen Konflikten und Wirren hat sich die Region des südlichen Afrika einigermassen stabilisiert, und die sozioökonomischen Indikatoren weisen nach oben. Sie gehört jedoch nach wie vor zu einem Teil der Welt, in dem die Ungleichheit sehr ausgeprägt und das Mass an Gewalt und Unsicherheit als Folge davon hoch ist.

Die DEZA konzentriert sich auf zwei Themenbereiche, die für die Entwicklung der Region von zentraler Bedeutung sind: die Bekämpfung von HIV/Aids und die Steigerung der Ernährungssicherheit, insbesondere durch die Verbesserung der Qualität und der Verfügbarkeit des Saatguts. Dazu kommen punktuelle Einsätze der humanitären Hilfe bei Krisen oder Naturkatastrophen.

Die Unterstützung der DEZA soll die nationalen Politiken der Mitgliedstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) stärken und den Erlass und die Umsetzung von regionalen Normen in diesen verschiedenen Themenbereichen fördern.

Der SADC gehören fünfzehn Mitgliedstaaten an: Angola, Botswana, die Demokratische Republik Kongo (DRK), Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia, die Seychellen, Simbabwe, Südafrika, Swasiland und Tansania.

Mosambik und Tansania haben ihr eigenes Programm und verfügen über je ein Kooperationsbüro. Die DRK ist zwar Mitglied der SADC, aber dem DEZA-Regionalprogramm «Grosse Seen» zugeordnet.

Ernährungssicherheit

Bessere Absicherung gegen Klimarisiken

Die Stärkung der Ernährungsautonomie der Bevölkerung, insbesondere der Kleinproduzenten, bleibt das Hauptziel der DEZA. Die DEZA setzt sich auch für einen besseren Zugang zu hochwertigem Saatgut und ein besseres Erntemanagement ein, insbesondere durch den Einsatz von Silos. In Swasiland konnten ländliche Gemeinschaften auf diese Weise ihre Produktion diversifizieren. Neben Mais für den Eigenverbrauch konnten Bauern, die als besonders gefährdet galten, ihre Produktion um Saatgut für den Verkauf erweitern. Diese Tätigkeiten tragen zur Steigerung des individuellen Einkommensniveaus und zur Verringerung der Verluste bei. Ausserdem ermöglichen sie, die Risiken infolge von Katastrophen zu mindern und die Anpassung der Bevölkerung an den Klimawandel zu fördern.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Gesundheit

Prävention von HIV/Aids im Mittelpunkt der Tätigkeit der DEZA

Nahezu zwei Drittel der Opfer von HIV/Aids weltweit stammen aus den Ländern des südlichen Afrika. Vor diesem Hintergrund räumt die DEZA der Prävention von HIV/Aids, insbesondere bei Jugendlichen, dem Zugang zu Behandlung und der psychosozialen Unterstützung höchste Bedeutung ein. Die Förderung des Rechts auf sexuelle und reproduktive Gesundheit, insbesondere von Jugendlichen und Frauen, ist eine weitere Priorität. Die DEZA verfolgt dabei einen sektorübergreifenden Ansatz, der auf der Stärkung der Kapazitäten auf lokaler und nationaler Ebene basiert.

Prävention durch Theater und Tanz

In Sambia leiten Jugendliche in den Vorstädten von Lusaka und in den Provinzstädten Clubs für Kinder, Theater- und Tanzgruppen. Sie nutzen diese Aktivitäten, um Präventionsbotschaften betreffend die immer noch reale Bedrohung durch HIV/Aids zu verbreiten.

Gesundheit – Ein Schlüsselfaktor der Entwicklung

Gouvernanz

Bessere Verteilung der Ressourcen

Die Gouvernanz ist ein fester Bestandteil der DEZA-Strategie in den Bereichen Ernährungssicherheit und HIV/Aids. Ziel ist es, eine gerechte und verantwortliche Verteilung der öffentlichen Mittel in diesen beiden Bereichen zu gewährleisten.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Humanitäre Hilfe

Auf Notsituationen reagieren

Die Humanitäre Hilfe leistet Unterstützung bei den zahlreichen natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophen im südlichen Afrika.

Humanitäre Hilfe

Geschichte der Zusammenarbeit

Vom Ende der Apartheid zu einer regionalen Vision

Nach dem Ende des Apartheid-Regimes lancierte die DEZA 1995 ein Spezialprogramm für Südafrika mit Schwerpunkt auf der Konfliktprävention und der Verringerung der Armut. Im Jahr 2005 erreichte Südafrika den Status eines Landes mit mittlerem Einkommen und zählt seither zu den Schwerpunktländern des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Parallel dazu entwickelte die DEZA eine stärker regional ausgerichtete Strategie und dehnte ihre Tätigkeiten auf weitere SADC-Länder aus.

Infolge einer schweren humanitären Krise in Simbabwe eröffnete die DEZA 2008 ein Büro in Harare. Sie erarbeitete ein Nothilfeprogramm und trieb gleichzeitig den Aufbau ihres Kooperationsprogramms mit Fokus auf den Themenbereichen HIV/Aids, ländliche Entwicklung und gute Regierungsführung in weiteren Ländern der Region voran. Ende 2015 wurde das Regionalbüro der DEZA vor Pretoria nach Harare verlegt.

Aktuelle Projekte

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Promoting Social Entrepreneurship in selected countries

01.08.2021 - 28.02.2026

This regional program with national implementation components supports Social Entrepreneurs (SEs) contributing to solving societal and environmental problems with a market-based approach. The contribution identifies and supports selected SEs and helps them to reach out to the poor. It serves the creation of employment and income for low-income households improving their livelihoods. SEs use innovative ideas and business models that are well-aligned with SDC’s objectives of poverty reduction.


Promoting Social Entrepreneurship in selected countries

01.07.2017 - 31.07.2021

This regional program with national implementation components is a private-public-development-partnership (PPDP) supporting Social Entrepreneurs (SEs) contributing to solving societal and environmental problems with a market-based approach. The contribution identifies and supports selected SEs and helps them to reach out to the poor. It serves the creation of employment and income for low-income households improving their livelihoods. SEs use innovative ideas and business models that are well-aligned with SDC’s objectives of poverty reduction.


SolidarMed

01.01.2017 - 31.12.2018

SolidarMed setzt sich ein für eine Welt, in der alle Menschen gleichberechtigten und finanziell abgesicherten Zugang zu guter Gesundheitsversorgung haben und damit ihr Recht auf Würde, Selbstbestimmung und bestmögliche Gesundheit in allen Lebenslagen verwirklichen können. SolidarMed arbeitet mit vulnerablen Gruppen : Frauen, Kinder, Arme und Menschen im ländlichen Gebiet. Die thematischen Schwerpunkten sind: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gesundheitssysteme, Gesundheit in Gemeinden und soziale Determinanten, Gesundheit von Mutter, Kind und Neugeborenen und NCDs, Malaria, TB und anderen Erkrankungen.


Strengthening the legislative in Africa through an institutional partnership with AWEPA (Association des parlementaires européens partenaires de l’Afrique)

15.04.2016 - 15.04.2020

A travers un partenariat institutionnel avec AWEPA, la DDC contribue à promouvoir la paix et la stabilité dans les Grands Lacs en renforçant les capacités des institutions législatives et en soutenant les échanges entre parlementaires de la région, européens et suisses. Le Forum des parlementaires de la CIRGL[1], qui sert de pont avec les parlements nationaux dans la mise en œuvre, manque encore de capacités. Ce projet contribue au renforcement du Forum et à la mise en œuvre du Pacte[2] et permet une promotion de la bonne gouvernance au plus haut niveau.  

[1] Conférence Internationale pour la région des Grands Lacs, mis en place en 2000 par 11 pays de la région pour la médiation, la prévention et le règlement des conflits. 

[2] Pacte pour la paix, la sécurité, la stabilité et le développement signé par les 11 pays membres de la CIRGL.

 

 


MEDAC: Strengthening Mediterranean Diplomacy

01.08.2014 - 30.09.2017

The Mediterranean region is marked by serious democratic deficits, environmental and demographic challenges, multiple conflicts and difficult political transformation processes. It is of eminent importance for Europe’s security. Switzerland’s longstanding support of the Mediterranean Academy for Diplomatic Studies (MEDAC) in Malta aims to strengthen Mediterranean diplomacy in areas such as human rights and good governance and to build trust among young aspiring diplomats from various countries of the region.



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