Mosambik

In Mosambik setzt die DEZA drei Schwerpunkte: wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit und lokale Gouvernanz. Die DEZA unterstützt lokale Projekte, engagiert sich aber auch aktiv im Politikdialog mit dem Ziel, die Armut zu bekämpfen und die politische und wirtschaftliche Transition zu fördern.

Karte von Mosambik

Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Erde. Mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, und die Abhängigkeit des öffentlichen Haushalts von der Auslandhilfe ist nach wie vor hoch. Mehr als 80% der mosambikanischen Bevölkerung lebt immer noch von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und ist besonders anfällig für Naturkatastrophen, die mit dem Klimawandel noch weiter zunehmen werden. Hinzu kommt die Aids-Epidemie, die die Entwicklungsfortschritte behindert.

Oberstes Ziel der Schweiz ist es, Mosambik in seinen Anstrengungen zur Reduzierung der Armut und zur Schaffung einer politisch und wirtschaftlich alle einschliessenden Gesellschaft zu unterstützen. Die Schweiz arbeitet in ihren Projekten mit der lokalen Bevölkerung zusammen und unterstützt die Regierung Mosambiks durch verschiedene Formen der Budgethilfe.

Gesundheit

Stärkung des Gesundheitssystems und Vorbeugung von Krankheiten

Dank den von der DEZA zwischen 2005 und 2011 durchgeführten Projekten haben heute in den drei nördlichen Provinzen Mosambiks 303'000 Personen Zugang zu sicherem Trinkwasser und nutzen diesen auch. Zudem haben 213‘800 Personen Zugang zu besseren sanitären Einrichtungen.

  • Landesweit: Auf nationaler Ebene konzentriert sich die Schweiz auf die Stärkung des mosambikanischen Gesundheitssystems. Sie unterstützt den «Sector Wide Approach» der Regierung, der technische und finanzielle Beratung für die Umsetzung einer einzigen und umfassenden Politik für den Gesundheitssektor vorsieht. Die Schweiz gewährt der Regierung Budgethilfe für die laufende Reform des Gesundheitssektors.
  • Provinz Cabo Delgado: Die DEZA engagiert sich auf Provinzebene im Bereich der Gesundheitsförderung und der Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft(Empowerment). Sie arbeitet beispielsweise mit einer lokalen NGO zusammen, die in zwei Distrikten die lokale Bevölkerung bei der Durchführung von Aktivitäten im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention von Malaria, HIV/Aids oder Durchfall unterstützt. Diese Krankheiten sind nach wie vor die Hauptursache für die Kindersterblichkeit. Seit 2006 gebären nicht zuletzt dank diesem DEZA-Projekt mehr Frauen in Gesundheitszentren, was zu einer Reduktion des Risikos der Mütter- und Kindersterblichkeit geführt hat. Die DEZA unterstützt zudem die Provinz Cabo Delgado bei der Umsetzung einer Gesundheitsstrategie für die Provinz.

Gesundheit

Wirtschaftliche Entwicklung

Alle einschliessendes Wachstum und Armutsreduzierung

Im Nacala Korridor arbeitet die DEZA direkt mit kleinen und kleinsten Unternehmen, meist Bauern, zusammen. Im Rahmen eines M4P-Projekts (Making markets work for the poor) konnten 850 Kleinbauern ihre Erträge beträchtlich steigern. Sie produzieren heute Soja für eines der grössten Geflügelunternehmen Mosambiks.

In einem anderen Projekt gewährt eine neu geschaffene Mikrobank armen Menschen aus ländlichen und städtischen Gebieten Zugang zu Krediten, Ersparnissen und Versicherungsprodukten. Beide Projekte ermöglichen es den Armen, ihre Einkommen zu steigern und sich gegen Krisen besser zu wappnen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ergänzt das Engagement der DEZA mit technischer Beratung im Bereich einer gesamtwirtschaftlichen Unterstützung.

Andere Aktivitäten tragen dazu bei, die Einkommensbasis auf lokaler und nationaler Ebene zu stärken, die Regierung und die Partner der Zivilgesellschaft zu befähigen, wichtige wirtschaftliche Entwicklungen zu analysieren und entsprechende Massnahmen zu beschliessen.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Lokale Gouvernanz

Dezentralisierung und Kapazitätsaufbau

Die lokale Gouvernanz ist eine wichtige Säule des DEZA-Programms in Mosambik. Die DEZA stellt Investitionen in die Infrastruktur und in den Kapazitätsaufbau sowie die Mitwirkung aller betroffenen Parteien bei Planungs- und Budgetprozessen sicher und trägt dadurch zur Verbesserung der Qualität von Grunddiensten, namentlich in den Bereichen Wasser, Siedlungshygiene und Gesundheit, bei.

Die DEZA unterstützt aber auch den Dezentralisierungsprozess, namentlich durch eine bessere Steuereintreibung auf kommunaler Ebene. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern stärkt sie die Zivilgesellschaft und befähigt sie, mehr soziale Rechenschaft einzufordern.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Geschichte der Zusammenarbeit

Unterstützung der Schweiz in Friedens- und Kriegszeiten

Die Schweiz nahm ihr Engagement in Mosambik 1880 auf, als Schweizer Missionare Pionierarbeit im Bereich des Zugangs zur Grundbildung von Mosambikanerinnen und Mosambikanern leisteten. Die offizielle Entwicklungszusammenarbeit wurde 1979 initiiert – kurz nach der Unabhängigkeit Mosambiks und dem Ausbruch eines Bürgerkriegs, der über 16 Jahre dauerte.

Die DEZA-Projekte konzentrierten sich auf die Bereiche Wasser, Gesundheit und ländliche Entwicklung. Während des Friedensprozesses leistete die Schweiz einen wichtigen Beitrag an die Demobilisierung und den Wiederaufbau des kriegsgeschädigten Landes. Seit dem Friedensabkommen von 1992 hat die Schweiz ihre Unterstützung an Mosambik erhöht und fokussiert sich heute hauptsächlich auf folgende Bereiche: wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit, Wasser und sanitäre Einrichtungen, Gouvernanz und Stärkung der Zivilgesellschaft.

Aktuelle Projekte

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Mobilisierung gegen HIV/Aids in den Gefängnissen des südlichen Afrika

01.08.2015 - 30.09.2018

Angesichts der alarmierend starken Verbreitung von HIV/Aids in den Gefängnissen des südlichen Afrika engagiert sich die DEZA in Malawi, Swasiland, Sambia und Simbabwe für eine Reform der Gesundheitsversorgung im Strafvollzug. Die zuständigen Behörden erhalten Unterstützung bei der Umsetzung von Gesundheitsstandards und bei der Weiterbildung des Gefängnispersonals. Zudem finanziert die DEZA neue Einrichtungen namentlich für Frauen und junge Gefangene.

Land/Region Thema Periode Budget
Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC)
Gesundheit
Sexuell übertragbare Krankheiten inkl. HIV/AIDS
Sexuelle und reproduktive Gesundheit (inkl. Gesundheit von Mutter und Kind, Familienplanung)
Übertragbare Krankheiten

01.08.2015 - 30.09.2018


CHF 3'734'300



Marktzutritt für Bäuerinnen und Bauern

01.01.2014 - 31.12.2017

Im Norden Mosambiks bringt die DEZA Bauernbetriebe und privatwirtschaftliche Unternehmen miteinander in Kontakt, um die landwirtschaftliche Produktion zu fördern und die Armut zu bekämpfen. Ein zentraler Faktor ist dabei die Versorgung mit hochwertigem Saatgut.

Land/Region Thema Periode Budget
Mosambik
Wirtschaft und Beschäftigung
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)

01.01.2014 - 31.12.2017


CHF 7'930'000



Ernährungssicherheit für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dank Mikroversicherung und Mikrokredit

Ein Instruktor spricht vor Bäuerinnen und Bauern, die im Kreis um ihn herum stehen

01.01.2011 - 30.06.2017

Der Klimawandel bedroht die Ernährungssicherheit landwirtschaftlicher Kleinbetriebe in Sambia und Malawi. Ein Projekt, das Mikroversicherung, Mikrofinanzwesen und Katastrophenvorsorge kombiniert, stärkt ihre Widerstandsfähigkeit. Die ersten Ergebnisse aus Äthiopien und dem Senegal sind vielversprechend.

Land/Region Thema Periode Budget
Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC)
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)
Landwirtschaftliche Forschung und Innovation
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Landwirtschaftliche Forschung und Innovation

01.01.2011 - 30.06.2017


CHF 6'685'000



Sexual and Reproductive Health and Rights and HIV in prisons

01.10.2018 - 31.07.2024

Prisoners are a high-risk group when it comes to HIV and other communicable diseases. Nonetheless, little attention has been paid so far to address the need for HIV and AIDS and other health services in prisons. The project will improve HIV and health services for prisoners, including young women and men in seven countries of Southern Africa. At regional level, it will address policy issues that are adversely affecting the prison conditions and the rights of prisoners in the context of health and nutrition.


Safeguard Young People (SYP) – Sexual and Reproductive Health and Rights (SRHR)

01.02.2017 - 31.12.2019

The UNFPA Safeguard Young People programme (SYP) will contribute to the reduction of HIV infections and improved sexual and reproductive health and rights status of young women and men aged 10 to 24 in eight Southern African countries[1]. UNFPA will scale up SRHR/HIV prevention models and youth friendly health services (YFHS) in order to equip young people with knowledge, skills and values to protect themselves and capacitate member states to improve the legislative environment to address young people’s health issues.

 

 

 

[1] Zambia, Swaziland, Malawi, Zimbabwe, South Africa, Namibia, Botswana, Lesotho

 

 


HortiSempre 2

02.01.2017 - 31.12.2020

Switzerland’s introduction of market focused and innovative solutions in horticulture, contributed to the growth of the sector in Northern Mozambique by improving productivity and de-seasonalization of production. Phase 2 of the project will consolidate and scale-up on these achievements in order to increase the annual income for 25’000 poor women and men producers. The introduction of beans and cassava will enhance the resilience against weather shocks and disasters.


Health System Strengthening Support Program 2017-2019

01.01.2017 - 31.12.2019

With its contribution to the health common fund (PROSAUDE) Switzerland supports the Government of Mozambique, in particular local governments, to accelerate equitable access to primary health services for women, children and people living in rural areas. As chair of the health common fund, Switzerland will advocate increased domestic funding and decentralization in order to foster sustainable and equitable health financing.


Strengthening Agro-biodiversity in Southern Africa

01.09.2016 - 31.08.2019

The project promotes seed diversity and agro-ecological practices through an inclusive, evidence-based dialogue with governments at regional and country levels by empowered farmer’s and farmer support organizations ensuring that their experiences are taken into account in the development of policies and programmes in agriculture. This will thus strengthen food security in Southern Africa.


Strengthening Agro-biodiversity in Southern Africa

01.09.2016 - 31.08.2022

The project’s goal is to strengthen food security in Southern Africa by promoting seed diversity and agro-ecological practices through an inclusive, evidence-based dialogue with governments at regional and country levels by empowered farmer’s and farmer support organizations.  


Geplantes Projekt

Strengthening Social Accountability and Oversight in Health and Agriculture

01.05.2016 - 31.12.2025

The projected intervention aims at improving public resources management and services delivery in health and agriculture sectors through strengthening the oversight and social accountability roles as well as the capacities of selected parliamentary committees and civil society organisations (CSOs) in the region. It facilitates knowledge sharing and learning at regional level and supports collaborations between parliamentary committees and CSOs in five SADC countries.


Wiwanana Foundation (WWF)

01.05.2016 - 31.12.2018

This phase seeks to transform Wiwanana Foundation into an organization with economic and institutional sustainability. In turn, enabling the organization to deliver quality services and play a key role in the advocacy of health matters in the Province.  The Phase is in line with Wiwanana’s Strategic Plan (2016-2020) with one of its two focuses being the institutional capacity building, alongside health governance. The phase is also embedded in the SDC Mozambique civil society concept note.


Regional Psychosocial Support Initiative (REPSSI)

01.01.2016 - 31.12.2019

The Regional Psychosocial Support Initiative (REPSSI) supports policy development and provides technical support for the improvement of psychosocial wellbeing and mental wellness of children and young people to mitigate the negative impact of HIV and AIDS, poverty, and other vulnerabilities. It provides technical assistance to governments and non-governmental organizations to integrate and implement psychosocial support into social services, health and education in East and southern Africa.

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