Berggebiete – Nachhaltige Entwicklung von sensiblen Ökosystemen

Menschen auf einem Berg der Kette Vilcanota in Peru.
Die DEZA setzt sich für Berggebiete ein und unterstützt z.B. in Peru die Bergbevölkerung im Umgang mit dem Klimawandel. © BAFU

Berge sind Lebensraum für einen Fünftel der Weltbevölkerung und Wasserquelle für die Hälfte aller Menschen. Die Schweiz setzt sich daher für eine nachhaltige Bergentwicklung ein. Die DEZA arbeitet diesbezüglich eng mit schweizerischen und internationalen Partnern zusammen.

Fokus der DEZA

Die Schweiz hat als Bergland viel Erfahrung mit den Vor- und Nachteilen von Berggebieten sowie mit den Herausforderungen für eine nachhaltige (Berg-) Entwicklung. Ihr Engagement in diesem Bereich konzentriert die DEZA auf drei Stossrichtungen: 

  1.  Initiativen und Projekte unterstützen, welche die nachhaltige Bergentwicklung fördern, damit die Lebensbedingungen der Bergbevölkerung verbessert werden
  2. Die politische Anerkennung und Unterstützung für Bergregionen als verletzliche und für die Menschen unerlässliche Ökosysteme erhöhen
  3. Die Generierung von Wissen, den Dialog und den Austausch von Informationen sowie Erfahrungen zwischen  Akteuren auf allen Ebenen fördern

In Nepal beispielsweise trägt die Schweiz bereits seit über 50 Jahren zur Verbesserung der Lebensbedingungen der  armen Bergbevölkerung bei, indem sie die Infrastruktur fördert und weiterentwickelt. So wurden rund 500km Strassen und mehr als 5000 Hängebrücken mit Schweizer Unterstützung verbessert respektive gebaut.

In Peru hilft die  DEZA mittels eines Projekts, die Verletzlichkeit der Bergbevölkerung in den Anden gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Die Lebensgrundlage der Bevölkerung beruht in erster Linie auf kleinflächiger Landwirtschaft, welche besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist. Die DEZA fördert darum effektive Anpassungsmassnahmen, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels für die lokale Bevölkerung zu dämpfen.

Mit dem globalen Bergprogramm unterstützt die DEZA wichtige regionale Bergzentren in verschiedenen Regionen der Welt, insbesondere in den Anden, in Afrika, in Zentralasien und im Hindukusch-Himalaya. Als regionale Wissenszentren tragen sie im Rahmen der Entwicklung von Berggebieten  zum Politikdialog bei.  In diesen Zentren wird vorhandenes Wissen in konkrete Massnahmen zur nachhaltigen Bergentwicklung umgesetzt.

Hintergrund

Berge sind Lebensraum für einen Fünftel der Weltbevölkerung und Wasserquelle für die Hälfte aller Menschen. Nachhaltige Bergentwicklung bedeutet, die Bergökosysteme für folgende Generationen zu erhalten. Bereits die UNO-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio anerkannte Berge als verletzliche Ökosysteme von globaler Bedeutung und nahm sie in die Agenda 21, das Abschlussdokument der Tagung, auf. Die Wichtigkeit der Berge wurde an der UNO-Konferenz Rio+20 im Jahr 2012 erneut bestätigt.

Bergökosysteme sind äusserst vielfältig. Gleichzeitig sind sie sehr empfindlich gegen  Klimawandel, Naturkatastrophen, industrielle Ausbeutung, Migration (vor allem Abwanderung) und Massentourismus. Diese Vorkommnisse bedrohen oftmals ganze Bergregionen und gefährden dadurch die Lebensgrundlage vieler Menschen. Hauptbetroffen ist jene  Bergbevölkerung, welche direkt vom Wasser, Boden sowie von der Pflanzen- und Tierwelt abhängt. Doch auch in tieferen Lagen sind viele Menschen auf die Berge angewiesen.

Der vom Klimawandel verursachte Gletscherschwund verschärft mittel- bis langfristig die Wasserknappheit. Das Globalprogramm  Klimawandel der DEZA unterstützt diverse wissenschaftliche Projekte, welche sich dem Gletscherrückgang und seinen Konsequenzen in wichtigen Partnerregionen widmen.

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Aktuelle Projekte

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International Fund for Agricultural Development (IFAD) 10 – Core contribution 2016-2018

01.01.2016 - 31.12.2018

Der Internationale Agrarentwicklungsfonds (IFAD) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Auftrag, armen Frauen und Männern auf dem Land zu helfen, ihre Ernährungssicherheit und die Qualität ihrer Nahrungsmittel zu verbessern, ihre Einkommen zu steigern und ihre Widerstandskraft zu stärken. Sein Mandat fügt sich somit gut in die entwicklungspolitischen Prioritäten der Schweiz.

Thema Periode Budget
Umwelt
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
LANDWIRTSCHAFT
MULTISEKTOR oder QUERSCHNITT-THEMA
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
Förderung der Landwirtschaft
Ländliche Entwicklung
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich

01.01.2016 - 31.12.2018


CHF 45'087'000



Appui aux économies locales des collectivités de Youwarou et de Niafunké (PACY) Programme de Soutien aux Economies Locales du Delta intérieur du Niger (PSEL-DELTA)

01.07.2015 - 30.06.2019

Dans les régions du delta intérieur du Niger, au centre et au Nord du Mali, les populations rurales sont confrontées à des crises structurelles multiformes dont l’insécurité alimentaire. La DDC appuie les autorités locales avec des projets économiques dans les filières agricoles porteuses pour assurer la sécurité alimentaire et réduire la pauvreté d’au moins 150'000 personnes. En plus, elle accompagne les municipalités de cette zone dans la maitrise d’ouvrage du développement territorial et la gestion pacifique des ressources naturelles.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Rule of Law - Democracy - Human rights
Agriculture and Food Security
Agriculture value-chain development
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Adaptation to the effects of climate change
MULTISECTOR or CROSS-CUTTING
GOVERNMENT AND CIVIL SOCIETY
GENERAL ENVIRONMENTAL PROTECTION
Rural development
Decentralisation and support to subnational government (incl. accountability)
Environmental policy and administrative management

01.07.2015 - 30.06.2019


CHF 9'445'000



Wissen und Erfahrungen austauschen zum Schutz der Gebirgswaldökosysteme in den Anden

Ein Teil des Andenwalds im Nebel.

01.11.2011 - 31.12.2019

Die Wälder in den Anden sind in zahlreicher Hinsicht wertvoll: Sie speichern Wasser und reinigen es, schützen vor Naturgefahren und absorbieren umweltschädigende Treibhausgase. Mit dem Projekt  ANFOR trägt die DEZA zum langfristigen Schutz der Gebirgswälder in den Anden bei.

Land/Region Thema Periode Budget
Anden
Umwelt
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Forstwirtschaft
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Biodiversität
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
Forstwirtschaftliche Entwicklung
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Forstpolitik
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Schutz der Biosphäre
Schutz der Biosphäre
Biodiversität

01.11.2011 - 31.12.2019


CHF 8'072'000




Programme d’appui à la valorisation des produits forestiers non ligneux, phase 2 (PFNL2)

15.12.2016 - 31.12.2020

Au Burkina Faso, les produits forestiers non ligneux[1] (PFNL) constituent une importante source alimentaire pour les populations des zones affectées par les chocs climatiques et déficitaires sur le plan alimentaire. Les PFNL font partie de l’alimentation de plus de 43,4% des ménages ruraux et procurent de l’emploi et des revenus. Le programme  contribue à l’accroissement de la sécurité alimentaire, nutritionnelle et des revenus des ménages ruraux et périurbains[2] par la valorisation et la gestion durable des PFNL.



[1] Les PFNL s’entendent par « tout bien d’origine biologique autre que le bois et la faune à l’exception des insectes, dérivé des forêts et des arbres hors forêts, constitués de végétaux spontanés, domestiqués, et ceux destinés au reboisement ». (Source FAO)

[2] Le périurbain est un espace rural au sens où l’essentiel des sols est attribué à des activités agricoles; mais c’est aussi un espace urbain au sens où la majorité de la population active qui y habite travaille dans une ville, en effectuant des migrations alternantes. Le milieu périurbain connait une très forte compétition entre usage agricole et non agricole des ressources: terres, main-d'œuvre, etc. La production agricole est orientée principalement pour le marché du centre urbain.

 


BASAL – Proyecto Bases Ambientales para la Sostenibilidad Alimentaria Local.

01.11.2016 - 30.06.2020

BASAL contributes to the reduction of the vulnerabilities of the agricultural sector to climate change in Cuba. Its contributions concentrate on the identification, development and application, of measures and tools to promote the adaptation of the Cuban agriculture to the effects of climate change. The project also increases institutional and individual capacities to use the tools and methodologies, put at the disposal of the authorities and the Cuban institutions for the implementation of effective politics that contribute to a sustainable food production in a context of changing climate.


UNDP - Strengthening Disaster Risk Governance in Tajikistan (SDRGT)

01.08.2016 - 31.07.2019

Due to frequent occurrence of natural disasters the Government has endorsed number of laws and regulations, and developed relevant structure for DRM. However, the disaster risk governance requires further improvement. The project will assist the Government to expand approaches to risk governance at the national level involving the Government, civil society and the international community and improving local risk governance using risk assessments and risk informed land use planning targeting land owners and users.


FOCUS: Remote Geo-Hazards Capacity Building and Monitoring. Creating Opportunities in a Safe Environment (COSE): Integrating Risk Management

01.08.2016 - 31.07.2019

The high mountainous area of the Pamirs are highly prone to natural disasters such as earthquakes, landslides, avalanches, draughts, glacial lakes outbursts and other earth mass movements. The project will strengthen the communities' and government’s capacity to analyze and manage risks and effectively employ natural resources in a coordinated manner to contribute to increased protection against natural hazards, reducing populations’ vulnerability to natural shocks and to increase their overall resilience.


Indian Himalayas Climate Adaptation Programme

01.01.2016 - 31.12.2019

The sensitivity of the Indian Himalayan Region (IHR) to changes in global climate has been recognised and given priority by the Government of India. However, knowledge and scientific information on climate change impacts on the IHR is still limited and capacities to adapt are weak. The Indian Himalayas Climate Adaptation Programme (IHCAP) aims at bridging the knowledge gap on climate change impacts and response measures by supporting collaborative research, capacity building and knowledge exchange and dissemination.


Community Driven Watershed Management for Climate Change Adaptation in Nicaragua

01.01.2016 - 30.06.2020

Environmental degradation and climate change are reducing the capacity of the Dipilto River watershed to provide ecosystem services (water, forest) to the population, increasing their vulnerability and deepening poverty. The program will strengthen dialogue among stakeholders, empower communities and provide economic incentives for restoring the hydrologic and environmental equilibrium of the watershed, increasing the resilience of its 27 thousand inhabitants.


CLIMANDES 2 - Servicios Climáticos con Énfasis en los Andes en Apoyo a las Decisiones

01.01.2016 - 31.12.2018

An indispensable cornerstone for achieving effective adaptation and reducing the impacts of climate variability is the availability of efficient and reliable climate services. On the basis of the achievements to date, the second phase of CLIMANDES will continue contributing to the development of the Global Framework for Climate Services (GFCS) in the Andean region. Improved climate services will support climate-smart decisions in the key economic agricultural sector, from which the poorest segments of the population and societies at large will be able to benefit.


GLACIARES+: Risk management and Productive use of water from melting glaciers

01.09.2015 - 30.11.2018

The Lima Call for Climate Action adopted during COP20 in Lima stresses the urgency for fast-track adaptation and building resilience in the developing world; climate risk management plays a key role. Glacial retreat triggers natural hazards and puts at risk water supply and key economic activities such as hydropower generation – globally impacting hundreds of millions of people. Lessons from Peru will be valuable input for the global dialogue the urgently needs evidence-based practical experience in risk management and successful adaptation in glaciated basins.

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