Finanzierung des Klimaschutzes

Ban Ki-moon am Rednerpult.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon an der 20. Weltklimakonferenz im Dezember 2014 in Lima. © UNFCCC

Die Klimaerwärmung beeinträchtigt die Entwicklung. Daher schliesst die DEZA die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen in ihre Strategie zur Armutsreduktion ein. Sie stellt im Rahmen von Entwicklungsprojekten sowie über internationale Finanzierungsmechanismen finanzielle Mittel für den Klimaschutz bereit.

Fokus der DEZA

Menschen in Entwicklungsländern sind den Folgen der Klimaerwärmung besonders stark ausgesetzt, weil sie für ihren Lebensunterhalt direkt von natürlichen Ressourcen abhängig sind. Ausserdem erfordert die Anpassung an den Klimawandel finanzielle und technische Kapazitäten, die diesen Ländern häufig fehlen. Der Klimawandel beeinträchtigt die Entwicklung und gefährdet die bereits erreichten Fortschritte.

Synergien mit dem Mandat zur Armutsreduktion

Die DEZA engagiert sich für den Klimaschutz und strebt einen wirksamen Einsatz ihrer finanziellen Mittel zugunsten der Entwicklungsländer an. Sie berücksichtigt die Herausforderungen, mit denen die Partnerländer konfrontiert sind, und bettet ihre Massnahmen in eine langfristig ausgerichtete Strategie zur Verringerung der Armut ein. Die DEZA schafft Synergien zwischen dem Klimaschutz und zum Beispiel der Verbesserung der Ernährungssicherheit oder der Gouvernanz, um einen optimalen Einsatz der öffentlichen Entwicklungshilfe (Aide Publique au développement, APD) sicherzustellen.

Zusätzliche Bedürfnisse

Dank der 2011 vom Schweizer Parlament genehmigten Erhöhung der öffentlichen Entwicklungshilfe auf 0,5% des Bruttonationaleinkommens bis 2015 konnte die DEZA ihren Beitrag zur Klimafinanzierung steigern. Von 2000 bis 2012 investierte sie insgesamt 880 Millionen CHF in Projekte, die die Entwicklungsländer dabei unterstützen sollen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen.

Internationale Finanzierungsmechanismen

Die DEZA, das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) tragen zur Schaffung von internationalen Finanzierungsmechanismen bei. Die DEZA setzt sich im Rahmen dieser Mechanismen insbesondere dafür ein, dass die Bedürfnisse der ärmsten Länder angemessen berücksichtigt werden und stützt sich bei ihrer Arbeit auf langjährige Erfahrungen im Feld. Ausserdem achtet sie darauf, dass die Politiken, die Verfahren und die Mittelallokation der Entwicklung der schwächsten Menschen, Gemeinschaften und Regionen dienen. Die DEZA war unter anderem aktiv an der Schaffung des Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) beteiligt und hat für den Zeitraum 2015–2017 Mittel in Höhe von rund 100 Millionen USD dafür bereitgestellt.

Hintergrund

Die DEZA setzt den Auftrag um, den ihr das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe erteilt. Die Prioritäten werden im Rahmen von Botschaften festgelegt, die der Bundesrat dem Parlament unterbreitet. Der Klimawandel ist ein Handlungsschwerpunkt der Botschaft 2013–2016. Er stellt eine zunehmende entwicklungspolitische Herausforderung dar und dürfte in den nächsten Jahren noch mehr Gewicht erhalten, damit den Bedürfnissen der Partnerländer entsprochen werden kann.

Wachsendes Bewusstsein auf internationaler Ebene

Weil Anpassungsmassnahmen und ein Übergang zu nachhaltigem Wachstum eine Notwendigkeit geworden sind, übernehmen die Industriestaaten, einschliesslich der Schweiz, Verpflichtungen auf internationaler Ebene. Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bestätigt in ihrem Ziel Nummer 13 die Bedeutung der Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen. Auf der Grundlage des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) hat sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, öffentliche und private Finanzmittel zu mobilisieren. An der nächsten UNO-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris dürften diese Klimaschutzzusagen bestätigt werden.

Dokumente

Aktuelle Projekte

Objekt 1 – 12 von 18

Mittels Musik und Bildung eine gemeinsame «Nil-Kultur» entwickeln

Musikerinnen und Musiker des Nil-Projekts in einem Boot.

01.05.2015 - 31.10.2019

Das Nil-Projekt (Nile Project) wurde ins Leben gerufen, um die Menschen der elf Länder, durch die der Nil fliesst, für das Nilbecken als gemeinsames Gut und Ökosystem zu sensibilisieren. Dieswill das von der DEZA unterstützte innovative Projekt über die Musik und Bildung erreichen. Das Projekt bringt Künstler und Künstlerinnen mit Studierenden und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Seit 2013 haben zahlreiche viel beachtete Konzerte stattgefunden und Studierende entwickeln Initiativen zur Förderung einer besseren Nutzung der Wasserressourcen.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Wirtschaft und Beschäftigung
Bildung
Migration
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Bildung
Umwelt
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Wirtschaft und Beschäftigung
Kultur
Reduktion von Katastrophenrisiken – Vorsorge
Bildungspolitik
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Umweltschutz
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Zugang zu Informationen inkl. Medienförderung und IKT)
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Kultur
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Migration allgemein (entwicklungspolitische Aspekte und Partnerschaften)
Schutz und Zugang
BILDUNG
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
KOMMUNIKATION
INDUSTRIE
HUMANITÄRE HILFE
BILDUNG
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
BUSINESS & OTHER SERVICES
INDUSTRIE
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
KOMMUNIKATION
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
HUMANITÄRE HILFE
Politik und Verwaltung im Bildungsbereich
Gleichstellungsorganisationen und -institutionen
Kultur und Freizeit
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Katastrophenprävention und Katastrophenschutz
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Services et institutions de soutien commerciaux
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Menschenrechte
Gleichstellungsorganisationen und -institutionen
Kultur und Freizeit
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)
Schutz der Biosphäre
Materielle Nothilfe und Leistungen

01.05.2015 - 31.10.2019


CHF 750'000



Wissen und Erfahrungen austauschen zum Schutz der Gebirgswaldökosysteme in den Anden

Ein Teil des Andenwalds im Nebel.

01.11.2011 - 31.12.2019

Die Wälder in den Anden sind in zahlreicher Hinsicht wertvoll: Sie speichern Wasser und reinigen es, schützen vor Naturgefahren und absorbieren umweltschädigende Treibhausgase. Mit dem Projekt  ANFOR trägt die DEZA zum langfristigen Schutz der Gebirgswälder in den Anden bei.

Land/Region Thema Periode Budget
Anden
Umwelt
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Forstwirtschaft
Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Biodiversität
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
LANDWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, FISCHEREI
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
Forstwirtschaftliche Entwicklung
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Forstpolitik
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Schutz der Biosphäre
Schutz der Biosphäre
Biodiversität

01.11.2011 - 31.12.2019


CHF 8'072'000



Clean Air Project in India (CAP India)

01.07.2019 - 30.06.2027

India is one of the most severely affected countries by air pollution in the world. This project will contribute to India’s new National Clean Air Programme, with the aim to improve air quality with co-benefits on public health, environment and climate change. Capacity building and technical assistance through Swiss expertise will support data measurement and analysis, city level clean air action plans and awareness raising campaigns to take precautionary measures and mitigate air pollution.


Clean Energy Policy (CEP)

01.06.2018 - 31.12.2019

India has put forth an ambitious plan for decarbonisation of its economy as part of the post 2020 Nationally Determined Contribution under Paris Climate Agreement. The achievement of these targets needs development of appropriate energy transition in the coming two years (2018-19). This single-phase project will support the Shakti Sustainable Energy Foundation to setup a Platform which will deliberate on the energy choices and solutions.



Climate and Clean Air in Latin American Cities Plus Programme (CALAC+)

25.11.2016 - 28.02.2021

CALAC+ supports clean air strategies in Latin American metropolises fostering normative and technological changes towards application of soot-free engines in public urban transport systems and off-road machinery. The reduction of air pollutants that are both an important impediment to sustainable development and a key contributor to climate change will be achieved by means of, targeted capacity building, sharing experiences and curbing private sector engagement in clean air issues.


Promoting off-farm employment and income in the Great Lakes Region through climate responsive construction material production

01.07.2016 - 31.12.2019

High demographic growth in the Great Lakes increases the competition for scarce natural resources and boosts the demand for affordable housing. The project aims at triggering local economic development, improving working conditions and increasing off-farm employment through climate responsive building material production. Results of the first phase allow for a technology transfer adjusted to local needs and scaling up of the brick production value chains in the region.


CLIMANDES 2 - Servicios Climáticos con Énfasis en los Andes en Apoyo a las Decisiones

01.01.2016 - 31.12.2018

An indispensable cornerstone for achieving effective adaptation and reducing the impacts of climate variability is the availability of efficient and reliable climate services. On the basis of the achievements to date, the second phase of CLIMANDES will continue contributing to the development of the Global Framework for Climate Services (GFCS) in the Andean region. Improved climate services will support climate-smart decisions in the key economic agricultural sector, from which the poorest segments of the population and societies at large will be able to benefit.


Global Sustainable Land Management Platform for Knowledge Management and Decision Support (WOCAT)

01.12.2015 - 30.11.2019

Sustainable Land Management (SLM) is essential for reducing land degradation, restoring degraded land and striving to achieve land degradation neutrality. WOCAT, the Global Sustainable Land Management Platform, is recognised by the UN Convention to Combat Desertification (UNCCD) as the primary database for SLM best practices reporting, offers robust and up-to-date knowledge, tools and methods for evidence-based decision-making to implement the most appropriate practices within a given context and to improve land resources, ecosystems and livelihoods. The phase will focus on enhancement of knowledge uptake in decision support.


Sino-Swiss Low Carbon Cities Project (SSLCC)

01.03.2015 - 31.12.2019

The project will contribute to the efforts made by Chinese Metropolitan Areas to reduce the Greenhouse Gas (GHG) intensity of their development through innovation and good practices from Switzerland. GHG sets in motion potentially irreversible effects including the rise of sea levels, drought or ice melting that put particular pressure on poor segments of societies worldwide. Nowadays, about 75% of GHG are emitted in urban housing, living and income generating activities. China is accountable for about 25% of the global GHG emissions.


Capacity Building for Low Carbon and Climate Resilient City Development in India (CapaCITIES)

01.10.2014 - 31.05.2019

India is rapidly urbanising. The growing Indian cities are increasingly affected by climate change. At the same time, they are becoming important sources of greenhouse gas emissions. of the project CapaCITIES aims at enabling climate responsive urban planning in four partner cities, supporting sectoral measures for adapting to the effects of climate change and for reducing greenhouse gas emissions as well as fostering knowledge exchange and dissemination.


Restoration of the Strumica River Basin

01.07.2014 - 30.06.2021

As a continuation of the support to the Macedonian water and nature sector, Switzerland developed a group of projects that will assist the country to have cleaner water and a healthier environment, as well as to move forward in meeting its obligations towards the EU. Through this project, Citizens and farmers in the Strumica river basin will benefit from improved economic wellbeing as a result of a better ecological status of the river basin and reduced flooding hazards.

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