Kriterien für die Zusammenarbeit

Die DEZA entscheidet nach klar definierten Kriterien, in welchen Ländern sie aktiv wird oder ihr Engagement einstellt. Auch bei der Wahl von multilateralen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) verfolgt sie spezifische Ziele.

Die Schwerpunktländer der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit gehören zu den ärmsten und strukturschwächsten Staaten der Welt. Die DEZA konzentriert sich auf rund zwanzig Schwerpunktländer und ‑regionen. Ausgewählt werden diese aufgrund spezifischer Einschluss- und Ausschlusskriterien wie Bedürfnisse, Fragilität, Mehrwert und Ergebnispotenzial der Zusammenarbeit, Reformwille der betreffenden Länder, gegenseitiges Interesse an der Zusammenarbeit und Präsenz anderer Geber.

Die Transitionszusammenarbeit in Osteuropa und Zentralasien kommt ehemals kommunistischen Staaten zugute, die nicht der Europäischen Union angehören und gewillt sind, Reformen an die Hand zu nehmen. Dabei koordiniert die DEZA ihr Engagement mit dem SECO.

Liste der Schwerpunktländer
Engagement in fragilen Staaten

Humanitäre Hilfe wird geleistet, wenn die humanitären Bedürfnisse besonders gross und sehr viele Menschen in Not sind, sei es nach einer Krise, einem bewaffneten Konflikt, einer Naturkatastrophe, einem technischen Unfall oder einer Epidemie. Auch wenn die lokalen, nationalen und regionalen Kapazitäten fehlen oder nicht ausreichen, um die Krise und deren Folgen zu bewältigen, kann ein humanitäres Engagement angezeigt sein.

Schwerpunkte der humanitären Hilfe

Thematische Schwerpunkte

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz konzentriert sich auf eine Reihe von Schwerpunktthemen und ‑bereichen, bei denen in der Vergangenheit solide Ergebnisse erzielt wurden und bei denen das Know-how der Schweizer Akteure entsprechend genutzt werden kann.

In Bezug auf die globalen Herausforderungen wird die DEZA ihr Engagement in den nächsten Jahren in folgenden Bereichen ausbauen: Klimawandel und Umwelt, Wasser, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Migration. In den Entwicklungsländern wird der Fokus auf der Grund- und Berufsbildung, dem Zugang zu Beschäftigung, der Bewältigung fragiler Situationen und der Förderung des Wirtschaftswachstums liegen. Die Transversalthemen Gleichstellung und Gouvernanz werden in spezifischen Projekten angegangen.

Ausgewählte Partnerschaften

Mit der Unterstützung verschiedener multilateraler Organisationen kann die Schweiz ihre internationalen Netzwerke stärken und die Reichweite ihres Engagements erhöhen. Bei der Wahl der Organisationen, mit denen sie zusammenarbeitet, stützt sich die Schweiz auf die folgenden vier Kriterien:

  • Aussenpolitische und wirtschaftliche Interessen der Schweiz
  • Relevanz aus Sicht der Entwicklungspolitik und der humanitären Hilfe der Schweiz
  • Ergebnisse der unterstützten Organisationen
  • Möglichkeit, in der betreffenden Organisation Einfluss auf Politik und Strategien zu nehmen

Multilaterale Zusammenarbeit

Die Schweiz unterstützt Nichtregierungsorganisationen mit Projekt- bzw. Programmbeiträgen, wenn es sich um institutionelle Partnerschaften handelt. Die Beiträge sind an die Prüfung der Kompetenzen der Organisation und der Relevanz ihrer Projekt- und Programmarbeit gebunden.

Kriterien für die Zusammenarbeit mit Schweizer NGOs