AfDB/AfDF: Afrikanische Entwicklungsbank / Afrikanischer Entwicklungsfonds – Core Contribution


Aufgabe der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) und des Afrikanischen Entwicklungsfonds (AfDF) ist es, nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Afrika zu fördern, indem sie gute Regierungsführung, die Entwicklung des Privatsektors, die Infrastruktur sowie Hochschul- und Berufsbildung unterstützen. Die Schweiz unterstützt den AfDF seit seiner Gründung 1972 und ist Mitglied seit 1982.

Land/Region Thema Periode Budget
Afrika
Andere
Nicht spezifizierter Sektor
01.05.2014 - 31.12.2023
CHF 207'759'519

Der AfDF ist das konzessionelle Finanzierungsfenster der Afrikanischen Entwicklungsbank-Gruppe (AfDB). Er fördert die wirtschaftliche und soziale Entwicklung durch die Vergabe zinsgünstiger Kredite und Darlehen an 39 afrikanische Länder mit niedrigem Einkommen. Zusätzlich leistet der AfDF technische Hilfe und unterstützt den Aufbau von Kapazitäten und Know-how. Seit 2008 stellt der AfDF zweckgebundene Mittel für fragile Staaten und regionale Projekte bereit.

Themen

Die neue Zehnjahresstrategie der AfDB und des AfDF (2013–2022) strebt zwei Hauptziele an: Ein verstärkt breitenwirksames Wachstum und ein grüneres Wachstum, um die Armut zu verringern und die Umweltverträglichkeit wirtschaftlicher Entwicklung zu erhöhen. Dafür wurden fünf operationelle Prioritäten gesetzt:

  1. Deutliche Erhöhung der Investitionen in die Infrastruktur
  2. Förderung der wirtschaftlichen Integration auf regionaler Ebene
  3. Erleichterung von Investitionen in den Privatsektor und Unterstützung unternehmerischer Initiative
  4. Verbesserung der öffentlichen Verwaltung
  5. Förderung der Qualifikation der Arbeitskräfte, insbesondere durch bessere Ausbildung junger Menschen

Resultate Förderung des Privatsektors

Die Förderung kleiner Firmen und unternehmerischer Initiative ist ein wirkungsvoller Ansatz bei der Armutsbekämpfung und den Bemühungen, um breitenwirksames Wachstum zu erreichen. Zwischen 2010 und 2012 unterstützten die AfDB und der AfDF die Gründung von nahezu 75' 000 Kleinstunternehmen und organisierten Managementkurse für rund 400'000 Mikrofinanzkunden.

Engagement der Schweiz

Prioritäten der Schweiz

Durch ihre Mitarbeit in den beiden Leitungsgremien (Gouverneursrat und Exekutivdirektorium) verfolgt und beeinflusst die Schweiz die Bemühungen der Bank, ihre Strategie der Armutsbekämpfung mit konkreten Massnamen und messbaren Ergebnissen umzusetzen. Die Schweiz setzt sich unter anderem dafür ein, dass die Bank die von ihr unterstützten Programme verstärkt kontrolliert und mehr auf Qualitätssicherung achtet. Dank der engen Arbeitsbeziehungen in der Stimmrechtsgruppe Schweiz/Deutschland/Portugal wurden mehrere gemeinsame Ziele definiert.

Die Schweiz konzentriert sich insbesondere auf folgende Themen:

  • Fragile Staaten
  • Wirksamkeit und Ergebnisorientierung der Entwicklungszusammenarbeit
  • Gleichstellung der Geschlechter
  • Klima und umweltverträgliches Wachstum
  • Armut und Entwicklungswirksamkeit von Projekten des Privatsektors

Durch Konzentration auf diese Themen kann sich die Schweiz mit ihren Kompetenzen profilieren. Dies erhöht ihren Einfluss und erlaubt ihr, einen Beitrag zu grösserer Transparenz und Berechenbarkeit der AfDB/AfDF-Aktivitäten zu leisten.

Resultate Gleichstellung der Geschlechter im Entwicklungsbereich

Die Schweiz kommentierte eine Evaluation der Gender-Dimension bei AfDB-Projekten und trug damit aktiv zur Ausarbeitung einer neuen AfDB-Genderstrategie (2013-2016) bei. Dank der beharrlichen Bemühungen unter anderem der Schweiz wurde ab November 2013 eine Sonderbeauftragte für Genderfragen angestellt.

Herausforderungen

AfDB und der AfDF sind bestrebt, ihre Leistungsfähigkeit weiter zu eröhen, indem sie die Effizienz in ihren Aktivitäten erhöhen und ihre personellen Kapazitten ausbauen. Darüber hinaus verbessert die Bank fortlaufend ihre Ausrichtung auf die Erreichung von Entwicklungsergebnissen. Eine besondere Herausforderung ist der für 2013–2014 geplante Umzug der Bank von Tunis zurück nach Abidjan (Elfenbeinküste).

Weiterführende Informationen