Die Schweiz im internationalen Vergleich

Im Jahr 2020 beliefen sich die Leistungen sämtlicher Mitgliedsländer des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) für die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) auf 161,2 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem realen Anstieg um 3,5% im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausgaben im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie trugen zu diesem Rekordwert bei. 

Aktualisiert am 14. April 2021

16 der 29 DAC-Mitglieder (darunter die Schweiz) wiesen 2020 eine reale Erhöhung ihrer APD-Leistungen aus, und 13 verzeichneten eine Abnahme. 6 Länder (Schweden, Norwegen, Luxemburg, Dänemark, Deutschland und Grossbritannien) haben das UNO-Ziel einer APD von 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) erreicht. Die kumulierte APD/BNE-Quote der DAC-Mitgliedstaaten beträgt 0,32%. Die APD wird seit 2018 gemäss der von der OECD verabschiedeten «grant equivalent»-Methode berechnet.

Die APD/BNE-Quote der Schweiz nahm im Vergleich zu 2019 (0,42%) zu und lag 2020 bei 0,48%. Dieser Anstieg ist auf die kombinierte Wirkung der Zusatzkredite zur Unterstützung der internationalen Anstrengungen zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des konjunkturellen Abschwungs aufgrund der Ausnahmesituation im Jahr 2020 zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Asylkosten betrug das Verhältnis APD/BNE der Schweiz im Jahr 2020 0,44%.

Im internationalen Vergleich der APD/BNE-Quoten aller DAC-Mitglieder liegt die Schweiz auf dem 9. Platz. Die Schweizer Quote liegt unter dem Durchschnitt der EU-Länder (0,50%). Bezüglich ihres absoluten Finanzvolumens sind die USA, Deutschland, Grossbritannien, Japan und Frankreich die Geberländer mit den grössten Zuwendungen. Die Schweiz liegt in diesem Klassement auf dem 11. Rang.