Die Schweiz im internationalen Vergleich

Die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) der Mitglieder des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) belief sich im Jahr 2021 auf 178,9 Milliarden US-Dollar, was einem realen Anstieg von 4,4% gegenüber 2020 entspricht. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Unterstützung der DAC-Mitglieder für Aktivitäten zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. Dabei ging es insbesondere um Impfstoffspenden zur Behebung des weltweiten Ungleichgewichts beim Impfschutz. Ohne die Ausgaben für diese Impfstoffe verzeichnete die APD einen realen Anstieg um 0,6% gegenüber 2020.

Aktualisiert am 12. April 2022

Von den 29 DAC-Mitgliedstaaten wiesen 23 eine reale Zunahme ihrer APD-Leistungen im Jahr 2021 aus (darunter die Schweiz), und sechs verzeichneten einen Rückgang. Fünf Länder (Luxemburg, Norwegen, Schweden, Deutschland und Dänemark) liegen im Zielbereich des von der UNO festgelegten Ziels, wonach die in die APD investierten Beträge 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) erreichen sollen. Die kumulierte APD/BNE-Quote der DAC-Länder beträgt 0,33%.

Die APD/BNE-Quote der Schweiz erreichte 2021 0,51% und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr an (0,49%). Diese Erhöhung ist auf die Nachtragskredite zurückzuführen, die für die Reaktion der internationalen Zusammenarbeit auf die Pandemie und die Krise in Afghanistan bewilligt wurden. Ohne Berücksichtigung der Asylkosten betrug das Verhältnis APD/BNE 2021 0,46% (0,45% im Jahr 2020).

Die Schweiz belegt den achten Platz im internationalen Vergleich der APD/BNE-Quoten aller DAC-Mitgliedstaaten. Die Quote der Schweiz liegt über der kumulierten APD/BNE Quote der EU-Länder (0,49%). Gemessen am Finanzvolumen sind die grössten Beitragszahler die USA, Deutschland, Japan, das Vereinigte Königreich und Frankreich. Die Schweiz belegt den 11. Platz in der Rangliste der absoluten Beträge.