Geschlechtergleichstellung und Frauenrechte

Auf einem Stück Papier stehen die Symbole für Mann und Frau als Zeichen der Gleichstellung der Geschlechter.
Die Schweiz setzt sich für Geschlechtergleichstellung und Frauenrechte ein. © Shutterstock

Die Gleichstellung von Frau und Mann, die Achtung der Rechte von Frauen und Mädchen und das Verbot jeder Form geschlechtsspezifischer Diskriminierung gehören zu den Grundwerten der Schweiz und sind fest in unserer Verfassung und Gesetzgebung verankert.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen vom 25. November ruft in Erinnerung, wie essentiell das Engagement zugunsten der Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen weiterhin ist.

Gewalt gegen Frauen zeigt sich in verschiedenen Formen: häusliche Gewalt, sexuelle Ausbeutung, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, Zwangsheirat, sexuelle Belästigung, Menschenhandel, geschlechtsspezifische Gewalt in Konflikten, erschwerter Zugang zur Justiz oder weibliche Armut sind Themen, die leider nichts an Aktualität eingebüsst haben. Die Schweiz setzt sich seit Langem für die Eindämmung und Beseitigung all dieser Formen von Gewalt und insgesamt für die Stärkung der Frauenrechte ein.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen beeinträchtigt die Gesellschaft als Ganzes mit ihren schädlichen Auswirkungen auf die Opfer. Sie hat kurz- und langfristige Folgen für die Gesundheit der Betroffenen, namentlich für ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit, und schränkt sie in der Ausübung ihrer Grundrechte ein. Damit behindert sie die wirtschaftliche und politische Teilhabe der Frauen.

Wenn die Veränderungen im gleichen Tempo wie heute fortschreiten, dauert es laut Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums noch 100 Jahre, bis die Gleichstellungskluft zwischen den Geschlechtern weltweit geschlossen ist. Bis zur Gleichberechtigung in der Arbeitswelt soll es noch 217 Jahre dauern. Vor dieser Kluft darf man nicht die Augen verschliessen.

Mit der EDA Strategie zu Geschlechtergleichstellung und Frauenrechten will  die Schweiz ihr langjähriges Engagement bündeln und verstärken. Sie enthält thematische Schwerpunkte, will aber auch dafür sorgen, dass die Genderperspektive in die gesamte Aussenpolitik der Schweiz einbezogen wird. Eines der sechs Ziele der Strategie ist das Vorgehen gegen jegliche Form geschlechtsspezifischer Gewalt.

Förderung und Umsetzung der Geschlechtergleichstellung in der OSZE

©OSZE/Ghada Hazim

«Für eine echte Gleichstellung der Geschlechter müssen die hinderlichen Gender-Stereotypen, die die Diskriminierung von Frauen und Mädchen zementieren, bekämpft werden. Die OSZE als die weltweit grösste regionale Sicherheitsorganisation bietet eine einzigartige Plattform, um das Problem der Geschlechterungleichheit umfassend anzugehen: Sie bezieht die Frauen vermehrt in die politisch-militärische, die wirtschaftliche und ökologische sowie in die menschliche Dimension der OSZE ein. Die Schweiz arbeitet eng mit den OSZE-Gremien und -Institutionen zusammen, um das Bewusstsein für diese Problematik zu schärfen und Männer und Jungen bei der Förderung der Geschlechtergleichheit und der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen stärker einzubinden».

Botschafter Claude Wild, Ständiger Vertreter der Schweiz bei der OSZE, den Vereinten Nationen und den internationalen 

Im Rahmen des OSZE MenEngage Experten-Treffens ermöglicht die Schweiz die Aufführung eines Jugendtheaters aus Serbien, das sich im Stück «Macho Men» mit der kulturellen Einbettung von Männlichkeit und Gender-Stereotypen auseinandersetzt und damit ein Bewusstsein zu schaffen versucht, was Geschlechtergleichstellung bedeutet.