Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung

Die Schweiz setzt sich aktiv für einen integren Schweizer Finanzplatz ein. Sie engagiert sich daher auf internationaler Ebene unter anderem für die Entwicklung von Standards zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung und setzt diese auf nationaler Ebene konsequent um.

Die Schweiz möchte verhindern, dass Gelder aus illegalen Tätigkeiten in den legalen Wirtschaftskreislauf eingespiesen werden und Terroristen Zugang zu finanziellen Mitteln haben. Sie beteiligt sich daher an der Entwicklung internationaler Standards im Bereich der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung und setzt diese um. Sie verfügt diesbezüglich über eine der weltweit griffigsten Gesetzgebungen. Die Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung ist für die Schweiz insbesondere im Zusammenhang mit der Reputation des Finanzplatzes ein aussenpolitisch wichtiges Thema.

Engagement auf internationaler Ebene

Auf multilateraler Ebene unterstützt die Schweiz die Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung vornehmlich durch ihr Engagement in der Groupe d’action financière GAFI/Financial Action Task Force FATF. Sie hat die 40 Empfehlungen der GAFI, die die international anerkannten Standards im Bereich der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung bilden, mitgestaltet. Die Schweiz hat zudem das Internationale UNO-Übereinkommen zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus ratifiziert und  am 23.10.2003 in Kraft gesetzt.

Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung auf nationaler Ebene

Die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) im Bundesamt für Polizei nimmt Verdachtsmeldungen bezüglich Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung von Finanzintermediären entgegen und leitet sie allenfalls an die Strafverfolgungsbehörden weiter. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) und die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) überwachen die Finanzintermediäre.