Die internationale Organisation der Frankophonie

Die internationale Organisation der Frankophonie (OIF) hat 84 Mitgliedsstaaten; 54 Vollmitglieder (orange), 26 Länder mit Beobachterstatus (grün) und vier Teilhaberstaaten (pink). © Organisation internationale de la Francophonie

Die Internationale Organisation der Frankophonie ist für die internationale Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedstaaten und Regierungen zuständig. Sie entstand 2005 aus der Agentur für kulturelle und technische Zusammenarbeit, welche 1970 in Niger gegründet wurde. Die sprachliche und kulturelle Vielfalt, universelle Werte wie Frieden, Demokratie und Menschenrechte sowie die nachhaltige Entwicklung verbinden diese Staaten.

Die Frankophonie umfasst alle Staaten, in denen die offizielle Mutter- oder Unterrichtssprache Französisch ist. Für 220 Millionen Personen weltweit ist Französisch die primär verwendete Sprache. Sie wird von rund 900 Millionen Menschen benutzt.

Internationale Organisation der Frankophonie

Die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF) fördert den Austausch zwischen Regierungsvertretern und der Zivilgesellschaft der frankophonen Länder. Sie hat 54 Mitglieds-, 23 Beobachter- und drei Teilhaberstaaten. Basierend auf der Frankophonie-Charta, welche am Frankophoniegipfel 1997 in Vietnam angenommen und 2005 in Madagaskar ergänzt wurde, setzt sie sich dabei für Solidarität, Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung in den frankophonen Staaten ein.

In der Rahmenstrategie 2015–2022, welche am Frankophoniegipfel in Dakar 2014 verabschiedet wurde, sind  folgende Aufträge festgehalten:

  • Förderung der französischen Sprache sowie der kulturellen und linguistischen Vielfalt
  • Förderung des Friedens, der Demokratie und der Menschenrechte
  • Engagement für schulische und berufliche Bildung, für das Hochschulwesen und die Forschung
  • Ausbau der Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung

Die OIF entstand 2005 aus der Agentur für kulturelle und technische Zusammenarbeit, welche 1970 in Niger gegründet wurde.

Die OIF gliedert sich in vier Organe:

Darüber hinaus arbeitet sie mit den folgenden vier Fachagenturen zusammen:

Universitäre Agentur der Frankophonie (AUF)

Die Westschweizer Universitäten, die ETH Lausanne, die Fachhochschule Westschweiz und weitere Bildungsinstitute sind Mitglieder der AUF. Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung leistet seit 1998 finanzielle Beiträge an die AUF. Die Schweiz hat einen Sitz im Verwaltungsrat der Agentur.

Universitäre Agentur der Frankophonie (AUF)

TV5 Monde

Die Schweiz war 1984 Mitbegründerin des französischsprachigen Fernsehkanals TV5Monde, der in elf Sprachen in über 200 Länder sendet.

TV5 Monde (fr)

Internationale Organisation der französischsprachigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

Die Internationale Organisation der französischsprachigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister (Association internationale des maires francophones, AIMF) ist ein Netzwerk von Lokalbehörden, die im Rahmen eines gemeinsamen Wertesystems Projekte realisieren.

Internationale Organisation der französischsprachigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister (fr) (Association internationale des maires francophones, AIMF)

Universität Senghor

Die Schweiz sitzt im Verwaltungsrat dieser in Alexandria (Ägypten) ansässigen Institution, die afrikanische Entwicklungsexperten ausbildet. 

Universität Senghor (fr)