Entwicklung und Zusammenarbeit

Schweizerische Humanitäre Hilfe nach einem Erbeben in Haiti in 2010
Die DEZA trägt dazu bei, Armut und Entwicklungsprobleme zu lindern. © DEZA

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit setzt die Aussenpolitik des Bundesrats in der Humanitären Hilfe, der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit um. Die internationale Zusammenarbeit für 2017–2020 verfolgt sieben strategische Ziele. Diese richten sich nach den entwicklungspolitischen Herausforderungen und beruhen auf der besonderen Expertise der Schweiz.

Die DEZA richtet ihre Tätigkeit darauf aus, Armut und Not zu verringern sowie globale Risiken einzudämmen. Die angestrebte Entwicklung soll die natürlichen Ressourcen für nachfolgende Generationen bewahren.  Ihren Schwerpunkt setzt die DEZA in fragilen und von Konflikten betroffenen Regionen, wo bis 2030 weltweit fast zwei Drittel der Armen leben werden... Denn ohne nachhaltige Entwicklung gibt es keinen Frieden und ohne Frieden keine nachhaltige Entwicklung.  Die DEZA unterstützt die Länder dabei, Armut und Entwicklungsprobleme zu bewältigen. So ermöglicht  sie benachteiligten Bevölkerungsgruppen einen besseren Zugang zu Grundbildung und Gesundheit. Die DEZA beteiligt sich an der Lösung von Umweltproblemen und schafft Perspektiven für junge Menschen und Frauen  sowohl durch Berufsbildung als auch Einkommensförderung.

Die internationale Zusammenarbeit 2017–2020 hat sieben strategische Ziele:

  • Beitrag zur Entwicklung eines internationalen Rahmens, der die Bewältigung der globalen Herausforderungen ermöglicht
  • Prävention und Bewältigung von Krisen, Katastrophen und Fragilität sowie Förderung der Konflikttransformation
  • Gewährleistung eines nachhaltigen Zugangs zu Ressourcen und Dienstleistungen für alle
  • Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums
  • Stärkung des Rechtsstaats und der demokratischen Mitsprache, Unterstützung von Institutionen, die der Gesellschaft und der Wirtschaft dienen
  • Achtung und Förderung der Menschenrechte und Grundfreiheiten
  • Stärkung der Geschlechtergleichstellung und der Rechte von Frauen und Mädchen

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

Ostzusammenarbeit

Die Schweiz leistet mit der Ostzusammenarbeit einen Beitrag zur Förderung von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft in fünf Ländern des Westbalkans und acht Länder der früheren Sowjetunion.   Die Ostzusammenarbeit umfasst die Transitionszusammenarbeit und den Schweizer Beitrag an die neuen Mitgliedstaaten der EU. Die Zusammenarbeit zwischen der DEZA und dem SECO im Bereich der Transition fördert Rechtsstaatlichkeit, Demokratie sowie soziale Marktwirtschaft und stärkt die Zivilgesellschaft. Damit trägt die Schweiz zur Stabilität in politisch bewegten Regionen bei und ermöglicht den Menschen bessere Lebensperspektiven.

Mit dem Erweiterungsbeitrag investiert die Schweiz in Stabilität und Wohlstand der erweiterten EU und verringert wirtschaftliche und soziale Ungleichheit.

Ostzusammenarbeit

Der Schweizer Erweiterungsbeitrag

Humanitäre Hilfe

Leben retten und Leiden lindern: So lautet der Auftrag der Humanitären Hilfe des Bundes. Sie orientiert sich am humanitären Völkerrecht und an den international anerkannten humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit.

Im Zentrum des Handelns stehen die Opfer von Krisen, Katastrophen und Konflikten. Die Humanitäre Hilfe ist Ausdruck der Schweizer Solidarität mit Menschen in Not. Sie stützt sich auf gemeinsame Werte wie der unantastbaren Würde jedes einzelnen Menschen.

  • Die Humanitäre Hilfe basiert auf drei Pfeilern: Sofort- und Überlebenshilfe (Nothilfe)
  • Nachhaltiger Wiederaufbau
  • Katastrophenvorsorge und Vorbeugung

Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe leistet durch Soforteinsätze direkte Hilfe oder stellt multilateralen Organisationen Spezialisten zur Verfügung.

Humanitäre Hilfe und Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe

Bereich Südzusammenarbeit

Die Südzusammenarbeit trägt zur Reduktion der Armut in 21 Ländern und Regionen Afrikas, des Nahen Ostens, Asiens, Lateinamerikas und der Karibik bei. Prioriär ist der Zugang benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu Grundversorgung (Gesundheit und Bildung), Infrastruktur (Wasser) wie auch zu Beschäftigung und Einkommensmöglichkeiten.

In über 800 Programmen und Projekten konzentriert sich die DEZA auf zehn Themen. Die Aktivitäten orientieren sich an den jeweiligen Bedürfnissen der Partnerländer:

  • Friedensentwicklung, Konfliktprävention und Förderung der Menschenrechte
  • Grundbildung und Berufsbildung
  • Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung
  • Nahrungsmittelsicherheit und Ernährung
  • Wasser
  • Gesundheit
  • Migration
  • Klimawandel
  • Gleichstellung von Frau und Mann
  • Gouvernanz (Demokratisierung, Dezentralisierung, Rechtsstaatlichkeit)

Bereich Südzusammenarbeit

Globale Zusammenarbeit


Mit ihrer Arbeit auf multilateraler Ebene – mit Organisationen wie zum Beispiel der UNO, der Weltbank und regionalen Entwicklungsbanken – trägt die Schweiz zur Lösung der immer komplexer werdenden Entwicklungsfragen bei.

Mit den Globalprogrammen in den Bereichen Klimawandel, Ernährungssicherheit, Migration und Wasser verbindet die DEZA die Armutsreduktion mit der Lösung globaler Aufgaben.

Multilaterale Zusammenarbeit

Globalprogramme