Entwicklung und Zusammenarbeit

Schweizerische Humanitäre Hilfe nach einem Erbeben in Haiti in 2010
Die DEZA trägt dazu bei, Armut und Entwicklungsprobleme zu lindern. © DEZA

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit setzt die Aussenpolitik des Bundesrats in der Humanitären Hilfe, der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit um. Die internationale Zusammenarbeit für 2013–2016 verfolgt fünf strategische Ziele und legt einen Akzent auf fragile und von Konflikten betroffene Länder.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist zuständig für die Umsetzung der Aussenpolitik des Bundesrats in der Humanitären Hilfe, der regionalen und globalen Entwicklungszusammenarbeit sowie der Ostzusammenarbeit. Sie unterstützt die Länder, Armut und Entwicklungsprobleme zu bewältigen. So sorgt die DEZA zum Beispiel dafür, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen einen besseren Zugang zu Bildung und Gesundheit erhalten oder dass Umweltprobleme gelöst werden. Einen Schwerpunkt setzt die DEZA bei fragilen und von Konflikten betroffenen Ländern.

Die internationale Zusammenarbeit 2013–2016 hat fünf strategische Ziele:

  • Krisen, Konflikte und Katastrophen vorbeugen und überwinden
  • Zugang zu Ressourcen und Dienstleistungen für alle schaffen
  • Nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern
  • Transitionszusammenarbeit: den Übergang zu demokratischen, marktwirtschaftlichen Systemen unterstützen
  • Entwicklungsfördernde, umweltschonende und sozialverträgliche Globalisierung mitgestalten

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

Ostzusammenarbeit

Die Schweiz leistet mit der Ostzusammenarbeit einen Beitrag zur Demokratie und sozialen Marktwirtschaft in den ehemals kommunistischen Ländern Osteuropas sowie der ehemaligen Sowjetunion. Die Ostzusammenarbeit umfasst die Transitionszusammenarbeit und den Erweiterungsbeitrag.

Mit der Transitionszusammenarbeit fördern die DEZA und das SECO Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und soziale Marktwirtschaft und stärken die Zivilgesellschaft. Mit dem Erweiterungsbeitrag investiert die Schweiz in Stabilität und Wohlstand der erweiterten EU und verringert wirtschaftliche und soziale Ungleichheit.

Ostzusammenarbeit

Der Schweizer Erweiterungsbeitrag

Humanitäre Hilfe

Leben retten und Leiden lindern: So lautet der Auftrag der Humanitären Hilfe des Bundes. Sie orientiert sich am humanitären Völkerrecht und an den international anerkannten Prinzipien der Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit.

Im Zentrum stehen die Opfer von Krisen, Katastrophen und Konflikten. Der humanitäre Auftrag stützt sich auf drei Pfeiler:

  • Sofort- und Überlebenshilfe (Nothilfe)
  • Nachhaltiger Wiederaufbau
  • Katastrophenvorsorge und Vorbeugung

Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe leistet durch Soforteinsätze direkte Hilfe oder stellt multilateralen Organisationen Spezialisten zur Verfügung.

Humanitäre Hilfe und Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe

Bereich Südzusammenarbeit

Der Bereich Südzusammenarbeit trägt zur Reduktion der Armut in 20 ärmeren Ländern und Regionen in Afrika, Lateinamerika und Asien bei. Bei den über 800 Programmen und Projekten konzentriert sich die DEZA auf neun Themen:

  • Gesundheit
  • Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
  • Wasser
  • Klimawandel
  • Migration
  • Konflikttransformation und Krisenresistenz
  • Grund- und Berufsausbildung
  • Privatsektor und Finanzdienstleistungen
  • Staatsreform, Lokalverwaltung und Bürgerbeteiligung

Bereich Südzusammenarbeit

Globale Zusammenarbeit

Mit ihrer Arbeit auf multilateraler Ebene – mit Organisationen wie zum Beispiel der UNO, der Weltbank und regionalen Entwicklungsbanken – trägt die Schweiz zur Lösung der immer komplexer werdenden Entwicklungsfragen bei.

Mit den Globalprogrammen in den Bereichen Klimawandel, Ernährungssicherheit, Migration und Wasser verbindet die DEZA die Armutsreduktion mit der Lösung globaler Aufgaben.

Multilaterale Zusammenarbeit

Globalprogramme