Eidgenössisches Departement für
auswärtige Angelegenheiten EDA

«Alle sind unter Strom»: Not- und Wiederaufbauhilfe der Schweiz in Nepal nach dem Erdbeben vom April 2015

Am 25. April 2015 beschädigte und zerstörte ein starkes Erdbeben in Nepal Hunderttausende Gebäude, Gesundheitseinrichtungen, Strassen und Brücken. Rund 9000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Schweiz, in Nepal seit Jahrzehnten präsent und aktiv, leistete unmittelbar nach der Katastrophe Soforthilfe und unterstützte den Wiederaufbau. Dieses Engagement ist ein Beispiel für das wirksame Zusammenspiel verschiedener Arten der Unterstützung der Schweiz und insbesondere der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Eine nepalesische Familie mit zwei Kindern sitzt auf den Trümmern ihres Hauses in einem Dorf in den Bergen.

Eine Familie kehrt nach dem Erdbeben in ihr zerstörtes Haus zurück, um zu retten, was sie können. © Keystone

Ein Erdbeben mit der Stärke 7,8 trifft Nepal am Samstag 25. April 2015 um 11:56 Uhr. Häuser stürzen und Strassen reissen ein. 1450 Todesopfer sind direkt nach dem Beben zu beklagen, diese Zahl steigt später auf knapp 9000. Spitäler können ihre Patienten nicht mehr behandeln. Ungewissheit und Angst vor Nachbeben machen sich in der nepalesischen Bevölkerung breit.

Wie viele andere Staaten eilt die Schweiz Nepal zu Hilfe. Unmittelbar nach dem Beben entsendet sie Mitglieder des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) nach Nepal. Gemeinsam mit der Botschaft der Schweiz in Kathmandu koordinieren sie die Soforthilfe, später leiten die Botschaft und das Kooperationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Kathmandu die Projekte für die Wiederaufbauhilfe in die Wege. Dank ihrer guten Vernetzung und der langjährigen Präsenz in Nepal kann die Schweizer Hilfe schnell und zielgerichtet realisiert werden.

Einer der ersten, der nach dem Erdbeben in Nepal aus der Schweiz in Kathmandu eintrifft, ist Ueli Salzmann. Er leitet das erste Sondereinsatzteam des SKH nach dem Beben und blickt auf die ersten Tage zurück.

Ein typischer Frühlingstag

25. April 2015, ein typischer Frühlingstag. Der Himmel leicht bedeckt, die Sonne zeigt sich ab und zu. Ich weile in Bern an einem Apéro. Mein Name ist Ueli Salzmann, von Beruf Architekt. Seit 1994 bin ich Mitglied im Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH). Über die Jahre habe ich mehr als 150 Einsätze im Rahmen von Wiederaufbauprogrammen und anderen humanitären Aktionen geleistet. Das SKH ist ein Milizkorps mit rund 700 jederzeit einsatzbereiten Mitgliedern. Während und nach Konflikten und Katastrophen unterstützen wir die betroffene Bevölkerung in verschiedenen Bereichen. In meinem Fall ist es – aufgrund meines beruflichen Hintergrunds – die Unterstützung im Bausektor vor Ort. Zwischen Blätterteiggebäck und anregenden Unterhaltungen klingelt mein Handy. Dieter Loosli, Einsatzplaner der Humanitären Hilfe der Schweiz an der Zentrale in Bern, informiert mich über die Lage nach dem Erdbeben in Nepal. Für Sonntagmorgen sei eine Einsatzleitungssitzung angesetzt in den Räumlichkeiten der Humanitären Hilfe an der Effingerstrasse. Ich willige ein.

Abflug ins Ungewisse

Es geht Schlag auf Schlag. Am Morgen des 26. April um 9.00 Uhr ist klar, dass ich ein Sondereinsatzteam in Nepal leiten werde. Ziel des Einsatzes ist es, vor Ort die humanitäre Situation abzuklären und mögliche Sofortmassnahmen einzuleiten, um der betroffenen Bevölkerung zu helfen. Nun greife ich zum Telefon und informiere meine Familie und meine Mitarbeitenden über meine Abwesenheit in den kommenden Wochen. Ich packe die Koffer und verabschiede mich von meiner Familie. Schon an diesem Sonntagnachmittag hebt ein REGA-Jet von Zürich mit meinem Team in Richtung Kathmandu ab.

Das Soforteinsatzteam des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe besteigt ein weisses Flugzeug der REGA, das am Flughafen Zürich auf dem Rollfeld steht.
Das Soforteinsatzteam des SKH unter der Leitung von Ueli Salzmann besteigt in Zürich den REGA-Jet, der sie nach Kathmandu bringt. © REGA

Im Anflug auf die nepalesische Hauptstadt sind die ersten Schäden bereits am Flughafen sichtbar, der auf Grund des Erdbebens für die private Nutzung geschlossen ist. Wir verlassen den Flieger. Es ist regnerisch, eher kühl im sonst für Nepal sommerlich warmen April vor dem Monsun. Mitarbeitende der Schweizer Botschaft holen uns ab. Ich bin überrascht von den wenigen Schäden, die auf dem Weg zur Botschaft sehe. Doch der Schein trügt.

Zelte stehen im Garten der Schweizer Botschaft in Kathmandu, in welchen das Sondereinsatzteam des SKH arbeitet.
Weil das Schweizer Botschaftsgebäude in Kathmandu stark beschädigt ist, arbeitet und schläft das Sondereinsatzteam in dessen Garten. © EDA

Das historische Gebäude, in welchem die Schweizer Botschaft untergebracht ist, können wir nur unter grosser Vorsicht betreten, weil es einsturzgefährdet ist. Wir richten uns gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Botschaft im Garten der Vertretung ein. Wir arbeiten und schlafen in Zelten und im Freien. Für uns als Mitglieder des SKH gehört ein solch improvisiertes Setting ein Stück weit dazu und ist nichts Ungewöhnliches. 

Die ersten vor Ort

Es Montagmorgen der 27. April. Die Zeitverschiebung und die lange Reise spüre ich. Eine Tasse heisser Kaffee spült die Müdigkeit augenblicklich weg. Auf uns wartet ein Berg Arbeit. Mein Auftrag als Leiter des Sondereinsatzteams ist die Koordination der Aktivitäten des SKH mit anderen Hilfsorganisationen vor Ort und mit der Einsatzleitung in Bern.

Ueli Salzmann instruiert in einer behelfsmässigen Baracke sein Team über einen bevorstehenden Einsatz.
Der SKH-Einsatz in Nepal nach dem verheerenden Erdbeben 2015 bleibt Ueli Salzmann (mitte) nachhaltig in Erinnerung. © EDA

Die ersten Abklärungen führen uns in die Stadt Gorkha westlich von Kathmandu. Das wahre Ausmass der Zerstörung durch das Erbeben wird zunehmend sichtbar. Das Epizentrum des Bebens war keine sechs Kilometer entfernt. Praktisch die ganze Stadt liegt in Schutt und Asche. Das SKH ist die erste Hilfsorganisation vor Ort und wir entscheiden uns hier zu helfen. Unser Augenmerk liegt auf der medizinischen Versorgung. Das Spital in Gorkha hat ein Einzugsgebiet von über 250'000 Personen und wir setzen alles daran, es wieder einsatzfähig zu machen.

Drei Ärzte in blauen Kitteln kümmern sich um einen nepalesischen Patienten, der sich den Arm und das Bein gebrochen hat.
Patienten werden dank der Schweizer Soforthilfe im Spital von Gorkha wieder behandelt. © EDA

6. Mai 2015: In den letzten zehn Tagen brachten wir medizinisches Equipment und ein Ärzteteam ins Spital. Patienten werden jetzt wieder behandelt und operiert, Babys können wieder auf die Welt kommen. Die humanitäre Hilfe der Schweiz reicht aber über das Medizinische hinaus. Im Rahmen der Soforthilfe verteilen wir Hilfsgüter an die nepalesische Bevölkerung: Plastikblachen für die Errichtung provisorischer Unterkünfte, Seile, Küchenutensilien, Liegematten, Kanister und Werkzeuge. Dies war nicht einfach. Unpassierbare Strassen und zunehmende Hangrutsche behindern die Verteilung von Hilfsgütern. Ausserhalb von Kathmandu ist sie nur über die Luft oder mittels Trägern möglich.

Unsere Evaluationen vor Ort haben gezeigt, dass durch das Erdbeben der Zugang zu sauberem Wasser vielerorts beeinträchtigt ist. Es gilt die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie beispielsweise Cholera zu verhindern. Wir stellen Nepal 50 Apparate für die Wasseraufbereitung zur Verfügung. Pro Stunde können damit 200'000 Liter Wasser aufbereitet werden, was dem täglichen Wasserbedarf von 15’000 Menschen entspricht.

Die «Stunde null» der Zukunft

Humanitäre Einsätze sind immer eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Alle sind praktisch «unter Strom». Es gilt einerseits die Erwartungshaltung der Bedürftigen, die der Schweiz und nicht zuletzt die an uns selbst zu erfüllen.

Wenn sich in einem solchen Einsatz nach intensiver Organisation schliesslich abzeichnet, dass die Hilfe, die wir bieten, konkret bei den Menschen ankommt, fällt die Spannung und der Druck auf einmal weg und es macht sich eine gewisse Leichtigkeit im Team breit. Auch in Nepal gab es diesen einen Moment der Erleichterung, sozusagen die «Stunde null» der Zukunft, für den sich ein solcher Einsatz für mich am Ende lohnt.

Der Moment als die Nepalesinnen und Nepalesen angefangen haben ihre eigenen vier Wände mit dem Baumaterial, das wir ihnen gegeben haben, wieder aufzubauen war meine persönliche Stunde null.
Ueli Salzmann, Leiter des ersten Sondereinsatzteams des SKH vor Ort

Nach zwei Wochen harter Arbeit und unvergesslichen Eindrücken fliege ich am Freitag 8. Mai 2015 wieder zurück in die Schweiz. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit meiner Familie und laufe am Samstag mit einem Team der DEZA den GP von Bern. Praktisch als Abschluss des Einsatzes und auch als Schritt zurück in die Normalität.

Der Wiederaufbau

Mit der Nothilfe reagiert die Schweiz auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen in einer Region, die von einer Katastrophe betroffen ist. Um die Unterstützung nachhaltig und dauerhaft zu machen, geht die Nothilfe in die Wiederaufbauhilfe über. Die Wiederaufbauhilfe wird von der Schweizer Vertretung vor Ort umgesetzt. Wie sich die Ausgangslage für das Engagement der DEZA bei der Wiederaufbauhilfe darstellte, wird aus den folgenden Zahlen ersichtlich:

Durch das Erdbeben wurden rund 760’000 Häuser, 30’000 Klassenzimmer und 1’000 Gesundheitseinrichtungen sowie Hunderte von historischen und kulturellen Denkmälern schwer beschädigt oder völlig zerstört. 3,2 Millionen Menschen wurden vorübergehend obdachlos. Der Gesamtwert der durch die Erdbeben verursachten Schäden und Verluste wird auf 7,7 Milliarden CHF geschätzt. Dank der Präsenz seit den 1960er Jahren und der guten Vernetzung der DEZA vor Ort, konnte der Wiederaufbau rasch aufgenommen werden. Für die Wiederaufbauhilfe konzentrierte sich die DEZA auf folgende Schwerpunkte:

  • Rekonstruktion der Infrastruktur
  • Erdbebensicheres Bauen
  • Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen
Infografik die mit Icons illustriert ist und auf welcher geschrieben steht: Risikoprävention durch erdbebensicheres Bauen; Psychosoziale Unterstützung bei Trauma; Saatgut für 29'000 Haushalte; 30'000 Notunterkünfte
Die Wiederaufbauhilfe der DEZA hat seit dem Erdbeben 2015 in Nepal viel erreicht. © EDA

Die Schweizer Expertinnen und Experten stellten bei Analysen vor Ort fest, dass Gebäude in ländlichen Gegenden und Bergregionen im Vergleich zu Häusern in den Städten in schlechterem Zustand und nicht erdbebensicher gebaut waren. Dadurch wurden sie vom Erdbeben härter getroffen. Hier setzte der Wiederaufbau der Schweiz an.

Bis 2020 hat die Schweiz viel erreicht: Zum Beispiel leistete sie psychosoziale Unterstützung für Personen, die ein Trauma durch das Erdbeben erlitten. 29'000 Haushalte erhielten Saatgut, 38'000 Notunterkünfte wurden zur Verfügung gestellt und 10'000 Frauen bekamen Sets für ihre persönliche Hygiene. Diese Massnahmen tragen dazu bei, dass die Menschen in Nepal wieder Zugang zu Nahrungsmittel, Bildung, Gesundheitsversorgung und lokalen Märkten haben.

DEZA-Projekte in Nepal nach dem Erdbeben

Bauarbeiter befähigen

Im Rahmen des Employment Fund-Programms erhielten rund 12’000 Menschen eine Maurerausbildung in erdbebensicherer Technologie. Während des Ausbildungskurses wurden 954 Häuser gebaut, nach der Ausbildung 3359. Darüber hinaus erhielten 11’000 Haushalte in Ramechhap, Khotang und Okhaldhunga eine Anleitung zum Bau erdbebensicherer Häuser. Diese Auszubildenden waren auch an anderen Bauarbeiten beteiligt. Dies trug ebenfalls zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. 

Dieses Haus ist stärker und widerstandsfähiger als ältere Häuser, da es mit Zugbalken gebaut wird. Ich glaube nicht, dass es im Falle eines Erdbebens einstürzen wird.
Dilli Gubaju

Wiederherstellung von Lebensadern

Die DEZA unterstützte in 16 Distrikten den Wiederaufbau aller 78 Wegbrücken, die bei dem Erdbeben beschädigt wurden. Mehr als 200'000 Menschen konnten so ihre Lebensadern wiederherstellen. Im Durchschnitt überqueren täglich mehr als 11'500 Menschen diese Brücken. 

Ich benutze die Wegbrücke, um meine an Krebs erkrankte Mutter zur Behandlung ins Krankenhaus zu bringen. Ohne die Brücke müsste ich sie tragen. Die Brücke hat unser Leben leichter gemacht.
Bhakta Bahadur Budhathoki

Strassen für die Zukunft

Die Bedarfsanalyse nach der Katastrophe ergab, dass 4400 Kilometer lokaler Strassen hauptsächlich durch Erdrutsche, die durch das Erdbeben ausgelöst wurden, beschädigt wurden. Der schwere Monsun, der darauf folgte, verschlechterte den Zustand der Strassen durch Bodenerosion weiter. Mit technischer Hilfe der DEZA und finanzieller Unterstützung der Asiatischen Entwicklungsbank wurden 310 km Lokalstrasse wiederaufgebaut, wobei 13'000 Personen Arbeit fanden.

Fördern der lokalen Wirtschaft durch Tourismus

Unzählige Erdrutsche beschädigten nach dem Erdbeben viele Wege und Pfade, die für die Menschen in den abgelegenen Dörfern Lebensadern darstellen. Unter anderem der Tsho-Rolpa-Trail, ein bekanntes Touristenziel in Dolakha und die wichtigste Lebensgrundlage für die Menschen in der Region. Sie sind für ihren Lebensunterhalt direkt vom Betrieb dieser Trekkingroute abhängig. Im Rahmen des Schweizer Engagements zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben ist dieser Pfad nun fertiggestellt und für einheimische und internationale Touristen in der Region geöffnet, was der einheimischen Bevölkerung die zugutekommt. 

Viele Einheimische erhielten während des Wiederaufbaus der Wanderroute Arbeit. Menschen in schwacher wirtschaftlicher Lage konnten dadurch ihre Kredite zurückzahlen, während einige ihre durch das Erdbeben beschädigten Häuser wieder aufbauen konnten.
Guru Rimpoche, Beding Gumba
Frauen mit Tragkörben begehen eine Fussgängerbrücke.
In Nepal sind Fussgängerbrücken für die Mobilität von zentraler Bedeutung. Rund 80 dieser Brücken wurden durch die Erdbeben im Jahr 2015 beschädigt oder zerstört. Die DEZA beteiligte sich am Wiederaufbau.

Das humanitäre Engagement der Schweiz

Die Aussenpolitische Strategie der Schweiz 2020-2023 misst der Humanitären Hilfe eine grosse Bedeutung zu. Ihren guten Ruf auf dem internationalen Parkett hat die Schweiz zu einem grossen Teil ihrer humanitären Tradition zu verdanken. Deswegen ist es im Interesse der Schweiz diese Tradition aufrecht zu erhalten. Die Schweiz nimmt Hilfsaufträge solidarisch und unparteiisch an, wobei die Bedürfnisse der Opfer von Krisen und Katastrophen an erster Stelle stehen. Die humanitäre Hilfe ist untrennbar mit der Einhaltung des humanitären Völkerrechts, des internationalen Flüchtlingsrechts und humanitären Prinzipien verbunden. Das internationale Genf ist für die Schweiz eine Schnittstelle zu den Vereinten Nationen, zum Internationalen Roten Kreuz und NGOs. Es bietet der Schweiz die einzigartige Möglichkeit ihre humanitäre Tradition weiterzuentwickeln und sich in den internationalen Diskurs einzubringen. Diese Chance nutzt die Schweiz aktiv.

Die Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz (IZA) 2021-2024, die sich aus dem Rahmenwerk der Aussenpolitischen Strategie ableitet, sieht vor, die Zusammenarbeit zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit (EZA) zu stärken. Bei lang andauernden Krisen wird ein intensiveres Engagement der EZA erwogen. Dadurch werden im Fall einer Katastrophe oder einer Krise mehr humanitäre Ressourcen für die Nothilfe frei. Damit die Fähigkeit von Staaten und ihrer Bevölkerung Krisen zu bewältigen gesteigert werden kann, setzt die IZA auf eine enge Verbindung («Nexus») zwischen humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung, um Synergien für eine effiziente Bewältigung einer Krise, eines Konflikts oder einer Katastrophe zu schaffen.

Auch die Aussenpolitische Vision der Schweiz 2028 (AVIS28) geht davon aus, dass die inneren Werte der Schweiz, wie die humanitäre Tradition, weiterhin ein Pfeiler ihrer Aussenpolitik bleiben. In einer Zeit, in welcher reguläre und irreguläre Migration zunimmt, hat die Humanitäre Hilfe eine stabilisierende Wirkung. Dabei müssen sich die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe enger verschränken, damit Menschen aus ihrer Abhängigkeit von Nothilfe befreit werden können und Staaten vermehrt über eigene Strukturen verfügen, um Krisen oder Naturkatastrophen zu bewältigen.

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