Expo Milano 2015

Der Schweizer Pavillon an der Expo Milano 2015

Schweizer Pavillon an der Expo Milano 2015.
Schweizer Pavillon an der Expo Milano 2015. © DFAE, Präsenz Schweiz

In Mailand fand vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2015 die Weltausstellung zum Thema «Den Planeten ernähren, Energie für das Leben» statt. 145 Länder, 3 internationale Organisationen, 13 Organisationen der Zivilgesellschaft sowie rund 30 Sponsoren beteiligten sich an der Expo 2015. Die Schweiz war das erste Land, das 2011 seine Teilnahme vertraglich zusagte.

Vier Türme

Der Schweizer Pavillon lud die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise durch die Schweiz ein, liess sie ihre Vielfalt und die Besonderheiten ihres Nahrungsmittelsektors entdecken. Die Türme waren das Herzstück des Schweizer Pavillons. Die vier ausgewählten Produkte – Wasser, Salz, Kaffee und Äpfel – standen für eine nachhaltige, verantwortungsvolle, innovative und traditionsbewusste Schweiz. Die Türme wurden nur einmal zu Beginn der Expo gefüllt und leerten sich je nach Verhalten der Besucherinnen und Besucher.

Würde es für alle reichen? Die laufende Veränderung der Türme des Schweizer Pavillons gab viel zu reden, weil die Besucherinnen und Besucher sowohl real als auch emotional mit ihrem Verhältnis zu den Ressourcen konfrontiert wurden und zwar über Themen wie Fülle, Knappheit, Rationierung, Egoismus, Altruismus und Eigenverantwortung.

Ernährung, Austellungen, Events

Der Schweizer Pavillon, der vom Architektenteam Netwerch entworfen wurde, umfasste neben einem Restaurant ein Take-away mit Schweizer Spezialitäten und Weinen, einen Ausstellungsbereich der Gotthard-Partnerkantone zum Thema Wasser, die Ausstellungen der Partnerstädte Basel, Genf und Zürich, eine interaktive Ausstellung von Nestlé zum Thema Wissenschaft, eine Installation für die neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT), eine Installation von Schweiz Tourismus, einen Schokolade-Workshop und das interaktive Spiel «Pflanzendoktor», das von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheit (EDA) mitgetragen wurde.

Zukünftig sollen die Türme in Schweizer Städten als urbane Gewächshäuser genutzt werden. 75 % der für den Schweizer Pavillon und der dazu gehörenden Infrastruktur verwendeten Materialien werden wiederverwendet.

Der Schweizer Pavillon in Zahlen (1. Mai bis 30. Oktober 2015)

  • Gesamtbesucherzahl im Schweizer Pavillon: 2,1 Millionen
  • Durchschnittliche Besucherzahl pro Tag: 11 400
  • Anzahl Artikel, die in Italien, in der Schweiz oder in anderen Länder erschienen sind: 1650, was einem Marktwert von 5,5 Millionen Franken entspricht
  • Die sozialen Medien des Schweizer Pavillons gehören zu den am häufigsten besuchten sozialen Medien der Expo 2015.
  • Die drei am meisten bestellten Menüs im Restaurant: 1. Pizzoccheri aus dem Puschlav (7090); 2. Fondue Moitié-Moitié (6850); 3.
  • Kalbsgeschnetzeltes nach Zürcher Art mit Rösti (4600)
  • Das am meisten bestellte Take-away-Menü: Walliser Raclette AOP (50 000 Portionen, 5 Tonnen Walliser Raclette AOP)
  • Schokolade-Workshop:365 Workshops; 9125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer; 225 000 Kakaobohnen
  • Anzahl der Anlässe, die im Schweizer Pavillon durchgeführt wurden: 921, 103 000 Teilnehmer
  • Anzahl Führungen: über 1000, über 20 000 Teilnehmer

Einige Eindrücke des Schweizer Pavillons © Präsenz Schweiz

Der Pavillon zu Beginn der Expo: die vier Türme sind noch voll.
Der Pavillon zu Beginn der Expo: die vier Türme sind noch voll. © Präsenz Schweiz
Die vier Maskottchen des Pavillons. Sie repräsentieren je einen Turm: Sylvie Mela, Philipp Sale, Daniele Caffè und Cristina Acqua.
Die vier Maskottchen des Pavillons. Sie repräsentieren je einen Turm: Sylvie Mela, Philipp Sale, Daniele Caffè und Cristina Acqua.© Präsenz Schweiz
Blick aufs Dach des House of Switzerland neben den Türmen.
Blick aufs Dach des House of Switzerland neben den Türmen. © Präsenz Schweiz