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Published on: 14.08.2017

Reisehinweise für Burkina Faso

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Im ganzen Land besteht die Gefahr von terroristischen Angriffen.
Am 13. August 2017 forderte ein Attentat auf ein bei Ausländern beliebtes Restaurant in Ouagadougou mehrere Todesopfer und Verletzte. In der Nacht des 15. Januar 2016 wurden in Ouagadougou Attentate auf ein Hotel und zwei Restaurants verübt. Sie forderten zahlreiche Todesopfer und Verletzte, darunter viele ausländische Staatsbürger.

Im Norden des Landes sind im April 2015 und im Januar 2016 ausländische Staatsangehörige entführt worden.

Beachten Sie die Informationen im Kapitel Spezifische regionale Risiken und die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen

Die Präsidentschaftswahlen vom 29. November 2015 sind ruhig verlaufen. Im September 2015 misslang ein Putschversuch der Präsidentengarte RSP. Dennoch bestehen latente politische Spannungen, die trotz zeitweiser ruhiger Phasen aufbrechen können.

Halten Sie sich über die Medien auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Nationalpark W: Im ganzen Nationalpark kann das Entführungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Informieren Sie sich vor Reisen in diesen Nationalpark bei der lokalen Behörde über die Sicherheitslage. Trotz vorgängigen Erkundigungen bei den lokalen Behörden, kann eine erhöhte Gefährdung nicht ausgeschlossen werden.

Norden, Nordwesten und Grenzgebiete zu Mali und Niger: In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Die aktuelle Situation in Mali wirkt sich auf die Sicherheitslage in Burkina Faso aus. In den Grenzprovinzen zu Mali sowie in den Grenzgebieten zu Niger besteht ein hohes Entführungsrisiko durch solche Banden. Am 15. Januar 2016 ist ein australisches Ehepaar in Baraboule (Provinz Soum) im Norden des Landes entführt worden. Am 4. April 2015 ist ein rumänischer Staatsbürger in Tambao (Provinz Oudalan) entführt worden.
Von Reisen in die folgenden Provinzen wird abgeraten: Seno, Oudalan, Soum, Loroum, Yatenga, Sourou, Kossi, Banwa, Kénédougou, Léraba, Houet, Comoé. Meiden Sie auch die übrigen Grenzgebiete zu Niger.

Grenzregion zu Côte d’Ivoire: Von Ende November 2010 bis April 2011 kam es in Côte d’Ivoire zu schweren inneren Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Trotz Beruhigung der politischen Lage bleibt das Risiko von kriminellen Übergriffen. Bei Reisen in die Grenzregion zu Côte d’Ivoire ist Vorsicht geboten.

Kriminalität

Die weit verbreitete Armut hat zu einer Zunahme der Klein- und Gewaltkriminalität geführt. Es kommt vermehrt zu Überfällen auf Fahrzeuge durch Strassenräuber. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Deponieren Sie wichtige Dokumente (Pass, Flugschein, Reiseschecks etc.) an einem sicheren Ort; tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes auf sich.
  • Verzichten Sie auf nächtliche Spaziergänge.
  • Reisen Sie nicht alleine und nur in Begleitung einer Vertrauensperson oder eines ortskundigen Führers.
  • Auf allen Strassenverbindungen im Land und insbesondere auf den Strecken Ouagadougou - Bobo Dioulasso sowie  von Ouagadougou via Fada N‘Gourma und Kantchari nach Niger und via Pama nach Benin besteht das Risiko von Überfällen durch Strassenräuber ("coupeurs de route"). Erkundigen Sie sich bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie Überlandfahrten nur tagsüber und wenn möglich auf den asphaltierten Nationalstrassen.
  • Geschäftsleuten wird empfohlen, neue Geschäftsbeziehungen vorsichtig anzugehen und durch eine erfahrene, vertrauenswürdige Firma oder Agentur vermitteln zu lassen.

Das Bundesamt für Polizei warnt vor unseriösen Geschäftsangeboten, die unter Vorgabe von Finanz- und Edelmetalltransaktionen aus Westafrika hohe Gewinne versprechen. Nähere Informationen über solche Machenschaften finden Sie auf der Internet-Seite des Bundesamtes für Polizei.
Bundesamt für Polizei

Verkehr und Infrastruktur

Mit Ausnahme der Hauptachsen ist der Zustand der Strassen schlecht. In der Regenzeit (Juni bis September) sind sie teilweise unpassierbar. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und streunendes Vieh stellen ein erhebliches Unfallrisiko dar. Auch aus diesen Gründen wird von nächtlichen Überlandfahrten abgeraten.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar. Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Generell dürfen auch touristische Motive nur mit einer Bewilligung des Ministère de la Communication fotografiert werden. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit langjährigen Zuchthausstrafen geahndet. Die Haftbedingungen sind prekär.

Kulturelle Besonderheiten

Der Grossteil der Bevölkerung ist muslimischen Glaubens. Passen Sie Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nur sehr beschränkt gewährleistet und in abgelegenen Gebieten besonders schwierig. Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung, bevor sie Patienten behandeln. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen. Ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen müssen im Ausland (Europa) behandelt werden.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 17 oder 25 30 63 83
Notruf Gendarmerie: 80 00 11 45 oder 25 30 62 71
Notruf Ambulanz: 25 30 66 44 oder 25 30 66 45

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Abidjan, Côte d‘Ivoire
Kooperationsbüro DEZA in Ouagadougou
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.