Bilaterale Beziehungen Schweiz–Jamaika

Die Beziehungen der Schweiz zu Jamaika sind gut und von geringer Intensität.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweiz und Jamaika haben eine Reihe von bilateralen Abkommen abgeschlossen. Sie betreffen die Bereiche Investitionsförderung und -schutz (1991), Doppelbesteuerung (1995), Aufhebung der Visumpflicht für Inhaberinnen und Inhaber eines Diplomaten-, offiziellen oder Dienstpasses (2010), Luftverkehr (2013) sowie Anerkennung und Schutz geografischer Angaben (2014).

Die Schweiz unterstützte Jamaika von 2008 bis 2011 bei einem Projekt zur Schaffung eines funktionstüchtigen und wirksamen Schutzsystems für geographische Angaben. Damit sollen sich jamaikanische Qualitätsprodukte besser auf dem Markt positionieren.

Seit 2004 ist die Schweiz durch einen Honorarkonsul vertreten. Der diplomatische Austausch erfolgt über die Schweizer Botschaft mit Sitz in Havanna (Kuba).

Datenbank Staatsverträge

Karibische Gemeinschaft Caricom (en)

Regierung von Jamaika (en)

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der wirtschaftliche Austausch ist gering. 2015 importierte die Schweiz Waren im Wert von 2,33 Millionen CHF, vor allem Kakao und Alkohol. Die Exporte –  Uhren, Maschinen und in geringerem Masse Chemikalien – beliefen sich auf 11,12 Millionen CHF.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise

Schweizerinnen und Schweizer in Jamaika

Ende 2015 lebten 171 Schweizer Staatsangehörige in Jamaika.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte Jamaika rasch nach der Unabhängigkeit 1962 und unterhält seither diplomatische Beziehungen. Sie hatte von 1963 bis 2004 ein Generalkonsulat in der Hauptstadt Kingston. Seit 2004 ist die Schweiz durch einen Honorarkonsul vertreten. Der diplomatische Austausch erfolgt über die Schweizer Botschaft mit Sitz in Havanna (Kuba).

Jamaika, historisches Lexikon der Schweiz