Gültig am:
Publiziert am: 08.06.2016

Reisehinweise für Südafrika

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

 

Grundsätzliche Einschätzung

Südafrika verfügt über eine stabile Regierung. Trotz der beachtlichen Entwicklungen in den vergangenen Jahren bestehen weiterhin grosse soziale Unterschiede. Für einen grossen Teil der Bevölkerung verbessern sich die Lebensumstände nur langsam, und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Dies sind unter anderem Ursachen für die hohe Kriminalitätsrate, lokal begrenzte Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen und für örtliche soziale Unruhen.

Auch in Südafrika kann das Risiko von Terroranschlägen nicht ausgeschlossen werden.
Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten, meiden Sie Demonstrationen jeder Art, und  befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Sperrzonen).

Kriminalität

Gewaltkriminalität ist verbreitet und in den grossen Städten besonders hoch (Johannesburg, Kapstadt, Durban und Pretoria). Die Kriminellen sind häufig bewaffnet und gehen oft brutal vor: Raubüberfälle, Diebstahl von Autos unter Androhung oder Anwendung von Gewalt, Sexualdelikte, Entführungen und Mord. Es kommt auch zu gewaltsamen Übergriffen gegen schwarzafrikanische Ausländer. Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren Schmuck) und nur wenig Geld auf sich.
  • Erkundigen Sie sich im Hotel, bei den Touristenbüros oder den Tourist Units über  Stadtteile und Orte, die zu meiden sind, und gehen Sie nachts nie allein auf die Strasse.
  • Führen Sie ein Mobiltelefon mit sich und informieren Sie sich über die Notfallnummern.
  • Einzelreisende sind besonders gefährdet. Schliessen Sie sich wenn möglich organisierten Touristengruppen an.
  • Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit grosser Vorsicht ein, denn Missbrauch ist verbreitet.
  • Vorsicht mit Geldautomaten – diese werden teilweise für Missbräuche manipuliert.
  • Lassen Sie insbesondere bei Ankunft oder Abreise am Oliver Tambo Flughafen in Johannesburg grosse Vorsicht walten. Vermeiden Sie, gleich nach Ankunft auf dem Flughaben Geldautomaten zu benutzen.
  • Meiden Sie wenn möglich die Bahnhöfe von Johannesburg und Kapstadt. Falls sich Bahnfahrten nicht vermeiden lassen: Benutzen Sie in Johannesburg, Pretoria und Durban keine Vorortszüge. Eine sicherere Alternative zur Eisenbahn bilden die Intercity-Busverbindungen renommierter Firmen und der Gautrain, bzw. Busverbindungen zum und vom Gautrain.
  • Nehmen Sie keine Minibus-Taxis.
  • Halten Sie die Autofenster geschlossen und verriegeln Sie die Türen.
  • Besuchen Sie die Townships in den Randgebieten der grossen Städte nur mit geführten Touren und in Begleitung.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft  ist hoch.
  • Bei Zufallsbekanntschaften in Bars und Restaurants ist Vorsicht geboten. Es kommt vor, dass mit Betäubungsmitteln versetzte Getränke angeboten werden, um das Opfer zu berauben.

Das Bundesamt für Polizei warnt vor unseriösen Geschäftsangeboten, die unter Vorgabe von Finanz- und Edelmetalltransaktionen aus Afrika hohe Gewinne versprechen. Nähere Informationen über solche Machenschaften finden Sie auf der Internet-Seite des Bundesamtes für Polizei.
Bundesamt für Polizei

Verkehr und Infrastruktur

Es herrscht Linksverkehr. Das Unfallrisiko im Strassenverkehr ist hoch. Ursachen sind unter anderem überhöhte Geschwindigkeit und das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer. Die Minibus-Taxis gefährden durch ihre rücksichtslose Fahrweise Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer.
Führen Sie für den Fall von Pannen immer genügend Proviant (Wasser etc.) sowie Ersatzräder mit. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Nacktbaden ist verboten; eine Ausnahme bilden einige spezielle, gekennzeichnete Strände. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden je nach Art und Menge mit Bussen oder Freiheitsentzug zwischen 1 und 20 Jahren bestraft.

Naturbedingte Risiken

Heftige Gewitter führen zeitweise zu Überschwemmungen. Während der Trockenzeit können Wald- und Buschbrände ausbrechen. Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
National Disaster Management Center

Medizinische Versorgung

Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nur beschränkt gewährleistet. Staatliche Spitäler gibt es in allen Landesteilen; ihre technische Ausrüstung ist aber bescheiden. Die Behandlungen in diesen Spitälern sind kostengünstig. Die privaten Spitäler verfügen über einen umfänglichen Pflegedienst und sind technisch besser ausgerüstet als die staatlichen Krankenhäuser. Sie verlangen jedoch immer (auch in Notfällen) einen Kostenvorschuss oder eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Sie sind verpflichtet, sich jederzeit mit dem Reisepass ausweisen zu können (oder mit einer Fotokopie davon, die auch den Einreisestempel einschliesst und von einem südafrikanischen Notary Public beglaubigt worden ist).

Minderjährige: Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der südafrikanischen Botschaft in Bern über die besonderen Einreisevorschriften für Minderjährige.
South African Embassy Bern

Nützliche Adressen

Ein- und Ausfuhrbestimmungen: South Africa Revenue Service (SARS): Travellers

Notruf Polizei: 10 111
Notruf Ambulanz: 10177

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Vertretungen in Südafrika 
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.