Reisehinweise für Honduras

Gültig am:

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Publiziert am: 09.02.2026

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Beachten Sie auch die nachstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Diese Reisehinweise sind vollständig überarbeitet worden. Die Einschätzung der Lage ist unverändert gültig.

Grundsätzliche Einschätzung

Der persönlichen Sicherheit ist grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch.

Die politische und soziale Lage ist sehr angespannt. Im Zusammenhang mit Wahlen können diese Spannungen zunehmen. Vor, während und nach den Wahlen muss vermehrt mit Demonstrationen gerechnet werden. Gewaltsame Zusammenstösse mit Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden. Bei Demonstrationen, Unruhen und Streiks muss mit Strassenblockaden, Plünderungen und Ausschreitungen gerechnet werden. Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs sowie Versorgungsengpässe von Treibstoff können die Folge sein.

Die Behörden verhängen Ausnahmezustände und/oder Ausgangsperren oft, um kriminelle Gruppen oder Unruhen zu bekämpfen. Dies kann kurzfristig auf lokaler oder landesweiter Ebene erfolgen. Der Ausnahmezustand berechtigt die Behörden, Hausdurchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl vorzunehmen, die Versammlungs- oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken und Ausgangssperren zu verhängen.

Das Militär und die Polizei bekämpfen die organisierte Kriminalität. Schiessereien zwischen Sicherheitskräften und Drogenbanden kommen vor. Dabei können unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Im Falle von Streiks, Strassenblockaden und Unruhen wird den Reisenden empfohlen, sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Honduras nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und/oder über eine lokale Kontaktperson über die aktuelle Sicherheitslage und geltende Ausnahmezustände. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt. Meiden Sie Demonstrationen jeder Art.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch, vor allem in der Hauptstadt Tegucigalpa sowie in San Pedro Sula und La Ceiba. Jugendbanden (Maras) verüben Diebstähle und bewaffnete Raubüberfälle, dabei wird oft Gewalt angewendet. Taschendiebstähle im öffentlichen Verkehr kommen oft vor und es gibt Meldungen von Überfällen auf Touristenbusse. Bei so genannten Express-Entführungen werden die Opfer ausgeraubt und zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen.
Übergriffe auf sexuelle Minderheiten sowie Sexualverbrechen können vorkommen.

Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Informieren Sie sich bei ortsansässigen Kontaktpersonen oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, und erkundigen Sie sich, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
  • Lassen Sie sich auf Reisen und Wanderungen von einer Vertrauensperson oder einer vertrauenswürdigen Reiseleitung begleiten.
  • Schliessen Sie sich mit Vorteil einer organisierten Gruppenreise an.
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Benutzen Sie vorzugsweise Bancomaten im Innern von Bankgebäuden oder Einkaufszentren.
  • Deponieren Sie Ihren Reisepass im Hotelsafe und tragen Sie immer eine Fotokopie davon auf sich.
  • Verzichten Sie auf Besuche der Armenviertel.
  • Verriegeln Sie die Autotüren und halten Sie die Fenster geschlossen.
  • Nehmen Sie wenn möglich Hoteltaxis oder Taxis, die Sie telefonisch reserviert haben (sogenannte Radiotaxis), da diese Fahrten registriert werden.
  • Meiden Sie nach Einbruch der Dunkelheit Strände sowie die Regionen ausserhalb der grossen Städte. Lassen Sie vor allem in touristischen Regionen wie Roatán, Utila und Copán grosse Vorsicht walten.
  • Leisten Sie bei einem Raubüberfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch. Kriminelle schrecken auch vor Mord nicht zurück.

In den honduranischen Gewässern kommt es gelegentlich zu Piratenüberfällen. Überfälle auf Yachten an der Karibikküste (Naturpark Punta Sal und Umgebung, Strände um Tela und La Ceiba sowie um kleinere Inseln) können nicht ausgeschlossen werden. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Risiken und Piraterie

Verkehr und Infrastruktur

Abgesehen von den Hauptverbindungsstrassen ist der Strassenzustand oft schlecht. Von nächtlichen Überlandfahrten wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr abgeraten.

Es muss mit Stromunterbrüchen von mehreren Stunden gerechnet werden. Längere Stromunterbrüche können die gesamte Infrastruktur behindern oder lahmlegen.

Die Qualität der Sicherheitsvorkehrungen und des Materials im Bereich von Risikosportarten ist sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich bei den lokalen Anbieterfirmen über die Sicherheitsmassnahmen und darüber, ob es im Notfall Möglichkeiten für eine medizinische Evakuierung gibt. Kontrollieren Sie das zur Verfügung gestellte Material.

Grenzübergänge können kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt bei den Grenzposten.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Für ausländische Staatsangehörige ist die Teilnahme an politischen Aktivitäten verboten.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet.

Die Haftbedingungen sind prekär: überfüllte Zellen, minimale sanitäre Einrichtungen, Kriminalität und Schutzgeldzahlungen unter den inhaftierten Personen etc.

Naturbedingte Risiken

Es muss mit Hurrikanen und starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.
Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
World Meteorological Organization (WMO)

Es besteht vielerorts Waldbrandgefahr.

Honduras liegt in einem Erdbebengebiet. Erdbeben und Vulkanausbrüche in der Karibik oder im Pazifik können Verwüstungen auf dem Land sowie Flutwellen auslösen.
Centro de Estudios Atmosféricos, Oceanográficos y Sísmicos (CENAOS) de Honduras

National weather service - Caribbean Tsunami Warning Program (CTWP)

National Oceanic and Atmosphere Administration (NOAA) – U.S. Tsunami Warning System

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht gewährleistet. Krankenhäuser verlangen vor Behandlungen eine Vorschusszahlung (Bargeld oder Kreditkarte). Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland behandelt werden.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren medizinische Fachpersonen und Impfzentren.
Reiselinks

Nützliche Adressen

Notruf-Nummer: 911

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter in San José, Costa Rica

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Honduras: Electronic Ticket portal for entering and leaving

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.

Letzte Aktualisierung 09.02.2026

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