Bilaterale Beziehungen Schweiz – Republik Moldova

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Republik Moldova haben sich erfreulich entwickelt. Sie konzentrieren sich vor allem auf die Entwicklungszusammenarbeit und Migrationsfragen.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist seit 2000 mit einem Kooperationsbüro in der moldavischen Hauptstadt vertreten. Der Schweizer Botschafter in Kiew ist auch in Chişinău akkreditiert. Die Ständige Mission der Republik Moldova in Genf verfügt über eine Doppelakkreditierung für die internationalen Organisationen in Genf und die bilateralen Beziehungen mit der Schweiz. Dank der regelmässigen politischen Konsultationen findet seit 2017 ein breiter Meinungsaustausch zwischen der Schweiz und Moldova statt. Gesprächsthemen sind die bilateralen Beziehungen, welche die Entwicklungszusammenarbeit und die Kooperation in Migrations- und Wirtschaftsfragen abdecken, aber auch die Zusammenarbeit und der Austausch auf multilateraler Ebene.

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Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

2008 beendete die DEZA die Programme der humanitären Hilfe, um sich ganz auf die Entwicklungszusammenarbeit zu konzentrieren. Die Schweizer Kooperationsstrategie 2018–2021 für Moldova beinhaltet Aufwendungen von total 50,9 Mio. CHF für die Finanzierung der Entwicklungsprogramme. Die Programmschwerpunkte 2018–2021 sind Gesundheit, lokale Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung. Die Schweiz gehört zu den wichtigsten bilateralen Gebern der Republik Moldova.

Kulturaustausch

Das Kooperationsbüro in Chişinău fördert lokale Kulturschaffende, indem es etwa Konzerte und Theateraufführungen unterstützt. Das Ethno Jazz Festival, an dem jeweils auch eine Schweizer Band auftritt, wird ebenfalls unterstützt.

Schweizerinnen und Schweizer in der Republik Moldova

Ende 2019 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 27 Schweizerinnen und Schweizer in Moldova.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Nach dem Zerfall der Sowjetunion nahm die Schweiz 1992 mit der neu gegründeten Republik Moldova diplomatische Beziehungen auf. Im Jahr 2000 eröffnete die DEZA auf Ersuchen der moldavischen Behörden ein Kooperationsbüro in Moldova. Zwischen 2000 und 2008 lag der Schwerpunkt auf der humanitären Hilfe, 2005 kam die Entwicklungszusammenarbeit hinzu. Die Humanitäre Hilfe der Schweiz konzentrierte sich auf die bauliche Sanierung von Heimen und psychiatrischen Kliniken sowie auf die Hilfe in Notsituationen. In diesem Zusammenhang wurde Milchpulver an soziale Institutionen geliefert.

Republik Moldova, Historisches Lexikon der Schweiz