Gültig am:
Publiziert am: 29.10.2021

Diese Reisehinweise sind überprüft und bestätigt worden: Von Reisen nach Syrien und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.


Reisehinweise für Syrien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Sonderinformation: Coronavirus (Covid-19)

In allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in Staaten und Gebiete mit einer besorgniserregenden Virusvariante zu verzichten. Auf der Liste der Länder und Gebiete mit besorgniserregender Virusvariante des Bundesamtes für Gesundheit BAG ist ersichtlich, ob und welche Staaten/Gebiete zurzeit in diese Kategorie fallen.
BAG: Liste der Länder und Gebiete mit besorgniserregender Virusvariante

Auslandreisen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und ein hohes Mass an Flexibilität. Bedenken Sie namentlich folgende Punkte:

  1. Schweiz– Empfehlungen und Informationen des Bundesamtes für Gesundheit BAG: Das BAG bestimmt die grenzsanitarischen Massnahmen für die Einreise in die Schweiz, z.B. Einreiseformular, Covid-Zertifikat, Testpflicht, Quarantäne.
  2. Ausland – Ein- und Ausreisevorschriften: In zahlreichen Ländern bestehen weiterhin Einreiserestriktionen und/oder besondere Bestimmungen für die Ausreise.
  3. Ausland – Massnahmen innerhalb eines Landes: In vielen Ländern sind weiterhin diverse Massnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft.
  4. Ausland – medizinische Versorgung: Das Coronavirus strapaziert das Gesundheitswesen weltweit.
  5. Ausland – Unterstützung seitens EDA: Das EDA unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes.
  6. Internationale Verkehrsverbindungen: Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise noch eingeschränkt.

Beachten Sie den Fokus «Coronavirus (COVID-19).

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Syrien und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Schweizer Staatsangehörige, die beschliessen, in Syrien zu bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA nach Syrien zu reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.

Seit 2011 herrscht in Syrien ein bewaffneter Konflikt. Die Kontrolle über das Staatsgebiet verteilt sich auf verschiedene staatliche und nicht-staatliche Akteure. Dazu zählen auch extremistische Gruppierungen, die dem «Islamischen Staat» oder der al-Qaida nahe stehen.

Luftangriffe, schwere Kämpfe zwischen syrischen Sicherheitskräften, deren Verbündeten und bewaffneten Oppositionsgruppen sowie Kämpfe zwischen verschiedenen Oppositionsgruppen fordern täglich Todesopfer und Verletzte, auch unter der zivilen Bevölkerung. Der Norden und Süden des Landes sind besonders schwer davon betroffen. Wiederholt sind Mitarbeitende von Hilfsorganisationen ins Kreuzfeuer zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppierungen geraten und ums Leben gekommen. Grosse Gebiete des Landes sind vermint.

Praktisch täglich werden Anschläge verübt, besonders in den nördlichen und südlichen Landesteilen.

Das Entführungsrisiko (teilweise mit Todesfolge) durch terroristische und kriminelle Gruppierungen ist hoch. Seit 2011 sind zahlreiche syrische und ausländische Staatsangehörige entführt worden, unter anderem Medienschaffende und Mitarbeitende von Hilfswerken. Zum Beispiel sind im Mai 2019 zwei jordanische Staatsangehörige entführt worden.

Für ihre Freilassung wird Lösegeld und/oder die Freilassung von Gefangenen gefordert. Verschiedene Konfliktparteien haben mehrere entführte ausländische Staatsangehörige umgebracht.

Die Kriminalitätsrate nimmt zu.

Wer illegal nach Syrien einreist, muss mit Haftstrafen von bis zehn Jahren und / oder hohen Geldbussen rechnen.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Beirut
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
 Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
 Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.