Gültig am:
Publiziert am: 29.10.2015

Reisehinweise für Syrien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

 

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Syrien und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Schweizer Bürger, die beschliessen, im Land zu bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA nach Syrien zu reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.

Die Schweizer Botschaft in Damaskus ist am 29. Februar 2012 geschlossen worden. Die in Syrien wohnhaften Schweizer Bürger werden durch die Schweizer Botschaft in Beirut betreut (Tel. +961 1 324 129).
Schweizer Botschaft in Beirut
Helpline EDA

In Syrien herrscht ein interner bewaffneter Konflikt. Luftangriffe, schwere Kämpfe zwischen syrischen Sicherheitskräften und bewaffneten Oppositionsgruppen sowie Kämpfe zwischen verschiedenen Oppositionsgruppen fordern täglich Todesopfer und Verletzte. Das ganze Land ist davon betroffen, auch die Städte Aleppo und Damaskus. Praktisch täglich werden Anschläge verübt. Verschiedene Minen kommen ebenfalls zum Einsatz.

Das syrische Staatsgebiet wird teilweise nicht mehr von der Regierung sondern von verschiedenen Oppositionsgruppen kontrolliert. Anhänger der sunnitischen Extremistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) kontrollieren grosse Gebiete im Norden und Osten des Landes.

Das Entführungsrisiko ist für in- und ausländische Personen hoch.

  • drei spanische Journalisten im Juli 2015
  • zwei italienische Entwicklungshelfer in Aleppo und mehrere UNO-Friedenssoldaten auf den Golanhöhen im August 2014
  • eine Gruppe von Mitarbeitern einer medizinischen Hilfsorganisation im Januar 2014
  • zwei spanische Journalisten im Dezember 2013 und zwei schwedische Journalisten in November 2013.

Für ihre Freilassung wird Lösegeld und/oder die Freilassung von Gefangenen gefordert. Die Extremistengruppe IS hat mehrere entführte ausländische Journalisten und Entwicklungshelfer umgebracht.

Wer illegal nach Syrien einreist, muss mit Haftstrafen von bis zehn Jahren und / oder hohen Geldbussen rechnen.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Beirut
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.