Nationale Gesetzgebung und internationale Rahmenbedingungen

Vier Ausgaben der Schweizer Bundeverfassung in allen vier Landessprachen liegen auf einer hölzernen Unterlage.
In der Schweizerischen Bundesverfassung ist das Prinzip der Nachhaltigkeit verankert. © Keystone

In der Schweizer Bundeverfassung sind der Umweltschutz sowie der Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung stark verankert. Auch im internationalen Kontext ist das Konzept der Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten bekannt. In den letzten Jahren gewann das Thema zunehmend an Bedeutung. Dies führte 2015 schlussendlich zur Verabschiedung der internationalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. 

In der Schweizer Bundesverfassung finden sich mehrere Referenzen zur nachhaltigen Entwicklung und zum Umweltschutz. Artikel 2 der Verfassung hält fest, dass die Schweiz die nachhaltige Entwicklung fördern soll. Zudem werden Bund und Kantone aufgefordert, langfristig eine Balance zwischen der Natur, ihrer Regenerationsfähigkeit und ihrer Beanspruchung durch den Menschen zu erreichen und schädliche Einwirkungen auf die Natur zu vermeiden. 

Immobilienportfolio 

Auch bei Gebäuden setzt der Bund auf Nachhaltigkeit. Der Bundesrat unterstreicht in der «Strategie Nachhaltige Entwicklung 2016-2019» die Wichtigkeit von nachhaltigem Bauen. Der Bund muss sein Immobilienportfolio nach Kriterien der nachhaltigen Entwicklung verwalten und bei der Materialbeschaffung langfristig denken. Die «Verordnung über das Immobilienmanagement und die Logistik des Bundes» definiert als strategisches Ziel die «Schaffung und Befolgung nachhaltiger Standards bezüglich Planung, Bau, Einrichtung, Bewirtschaftung, Betrieb und Rückbau; zur Unterstützung dieses Ziels führt die Bundesverwaltung ein Ressourcen- und Umweltmanagement durch». Diese Grundlagen werden auch bei Auslandbauten berücksichtigt und bilden so die Grundlage für die «Nachhaltigen Botschaften». 

Verabschiedung der Agenda 2030 

Auf internationaler Ebene gewann das Thema Nachhaltigkeit mit der Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stark an Bedeutung. Sie ist das Kernstück der globalen nachhaltigen Entwicklung und berücksichtigt mit ihren 17 Zielen und 169 Unterzielen die drei Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Andererseits konnte 2015 auch das Pariser Klimaschutzabkommen verabschiedet werden. Es hat zum Ziel, die globale Klimaerwärmung auf unter 2°C wenn möglich auf 1.5°C gegenüber vorindustriellen Werten zu halten. 

Bei beiden Prozessen hat die Schweiz einen wichtigen Beitrag geleistet und sich stark engagiert. Jetzt sind alle Akteure gleichermassen gefordert, konkrete Massnahmen umzusetzen. Die «Nachhaltigen Botschaften» leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der internationalen Nachhaltigkeits- und Klimaziele. Die Schweizer Botschaften sind somit das Schaufenster für das Engagement der Schweiz im Ausland und übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion.