Bilaterale Beziehungen Schweiz–Eswatini

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Eswatini sind gut, aber nicht intensiv. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit engagiert sich im Rahmen ihres Regionalprogramms Südliches Afrika in diesem Land.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Eswatini wird von Brüssel aus vertreten und verfügt über einen Honorargeneralkonsul in Zürich.

Bilaterale Abkommen

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der direkte Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern ist bescheiden, da Schweizer Produkte, die in Eswatini konsumiert werden, über Südafrika importiert werden. Eswatini ist (mit Südafrika, Botswana, Lesotho und Namibia) Mitglied der Zollunion des südlichen Afrikas und damit Partnerin des Freihandelsabkommens mit der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Forschende und Kunstschaffende aus Eswatini können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um ein Exzellenzstipendium des Bundes bewerben.

Schweizer Bundesstipendien

Friedensförderung und menschliche Sicherheit

Über die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) beteiligt sich die Schweiz an der Verbesserung der Wahlverfahren und der demokratischen Prozesse in den Ländern der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (Southern Africa Development Community, SADC), zu der Eswatini gehört. Hauptziel dieses Projekts ist es, in Partnerschaft mit der Wahlkommission, zivilgesellschaftlichen Organisationen, politischen Parteien und dem Parlament die institutionelle und fachliche Kapazität des Sekretariats der SADC und der verschiedenen Wahlakteure (Wahlkommission, politische Parteien und Zivilgesellschaft) zu stärken, um die Durchführung friedlicher, demokratischer und glaubwürdiger Wahlen zu ermöglichen.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die DEZA unterstützt eine Initiative zur Verbesserung des Maissaatguts im südlichen Africa (New Seed Initiative for Maize in Southern Africa), deren allgemeines Ziel es ist, mit der Entwicklung und Förderung von neuen Maissorten die Ernährungssicherheit der Landwirte in Eswatini zu verbessern.

Mit verschiedenen lokalen Partnern unterstützt die Schweiz zudem ein Programm zur Aidsprävention bei Jugendlichen zwischen 10 und 24 Jahren, das Neuinfektionen mit HIV/Aids in dieser Bevölkerungsgruppe reduzieren und die Lebensqualität von erkrankten Jugendlichen verbessern will.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schweizerinnen und Schweizer in Eswatini

Ende 2015 lebten 39 Schweizerinnen und Schweizer in Eswatini.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Der Bundesrat anerkannte 1968 die Unabhängigkeit des alten britischen Protektorats Eswatini (ehemals Swasiland) und betraute ihren Botschafter in Pretoria (Südafrika) mit der Vertretung beim König von Eswatini.

1986 entführten südafrikanische Soldaten zwei Schweizer in Eswatini. Mit einer diplomatischen Intervention konnten ihre Freilassung sowie eine Entschuldigung des südafrikanischen Aussenministers erwirkt werden.

Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz