Gültig am:
Publiziert am: 09.11.2018

Diese Reisehinweise sind vollständig überarbeitet worden.


Reisehinweise für Gambia

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Die Lage ist vordergründig weitgehend ruhig. Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS unterstützen die Regierung bei der Wahrung der Sicherheit. Es muss dennoch punktuell mit lokalen Spannungen und Demonstrationen gerechnet werden. Bei Kundgebungen sind Ausschreitungen möglich. Zum Beispiel haben Ausschreitungen in Kanilai am 2. Juni 2017 ein Todesopfer und mehrere Verletzte gefordert.

Das Risiko von terroristischen Akten kann nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die Sicherheitslage und befolgen Sie vor Ort die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und der Reiseleitung. Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten, und meiden Sie Menschenansammlungen und Kundgebungen jeder Art.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken. 

Grenzgebiet zu Senegal (Casamance): In der senegalesischen Provinz Casamance und in den angrenzenden Gebieten sind Separatistengruppen und Banditen aktiv. Von Reisen in das Grenzgebiet zur Casamance wird abgeraten

Kriminalität

Die Kleinkriminalität nimmt zu; auch an den Stränden. Vereinzelt wird auch Gewalt angewendet. Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Meiden Sie einsame Strände.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.
  • Lehnen Sie Angebote von selbsternannten "Reiseführern" ab.

Verkehr und Infrastruktur

Ausserhalb der Hauptstadt Banjul und der Touristenorte sind oft nur die Hauptstrassen asphaltiert. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer (Autos, Fussgänger, Fuhrwerke, etc.), streunendes Vieh und mangelnde Beleuchtung stellen zusätzliche Risiken dar. Während der Regenzeit (Juni bis Oktober) sind die ungeteerten Strassen oft nur schwer passierbar. Verzichten Sie auf nächtliche Überlandfahrten.

Es kommt vor, dass der Zugang zum Internet und die Telefonverbindungen vorübergehend nicht gewährleistet sind.

Es kommt vor, dass die Grenzübergänge kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt bei den Grenzposten.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Der Besitz und die Benützung von Plastiktaschen wird mit Geldbussen bestraft. Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar. Es ist verboten, militärische Einrichtungen, Flughäfen, Brücken etc. zu fotografieren.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden hart, bis hin zur Todesstrafe, geahndet.

Die Haftbedingungen sind äusserst prekär (überbelegte Zellen, etc.).

Kulturelle Besonderheiten

Die Bevölkerung Gambias bekennt sich grösstenteils zum Islam. Passen Sie Ihr Verhalten und Ihre Kleidung den lokalen Gepflogenheiten an und fotografieren Sie Personen nur mit deren Einverständnis. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen. Denken Sie daran, dass während des Ramadans besondere Regeln und Vorschriften zu beachten sind.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet. Die privaten Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie oder Vorschusszahlung, bevor sie Patienten behandeln. Bei ernsthaften Verletzungen und Erkrankungen empfiehlt sich die Rückkehr in die Schweiz.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Zahlungen mit Kredit- und Maestrokarten sind nur sehr beschränkt möglich.

Tragen Sie stets Ihre Ausweise auf sich, denn Strassenkontrollen (Checkpoints) sind häufig.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Dakar, Senegal
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.