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Published on: 23.02.2017

Reisehinweise für Panama

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Das Land ist stabil.
Meiden Sie dennoch Demonstrationen jeder Art, denn Ausschreitungen können nicht ausgeschlossen werden. Streiks und Strassenblockaden können vorkommen und örtliche Verkehrsbehinderungen und Verspätungen zur Folge haben. In diesem Falle müssen die Reisende sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten erkundigen oder gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abwarten. Planen Sie daher genügend Zeit während Ihrer Reise ein.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Panama nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Provinz Darién: In dieser Grenzprovinz zu Kolumbien operieren kriminelle Banden, kolumbianische Guerilla und Paramilitärs sowie die Drogenmafia; es besteht ein erhöhtes Risiko von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen. Von Reisen in die Provinz Darién wird abgeraten.

Kriminalität

Diebstähle, Raubüberfälle und Einbrüche mit Gewaltanwendung kommen vor. Ein erhöhtes Risiko besteht im Stadtzentrum von Colón und in gewissen Stadtteilen von Panama City, dort besonders in den Quartieren Chorillo, Curundú und Río Abajo. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden können vereinzelt auch unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft ziehen. Beachten Sie unter anderem nachstehende Vorsichtsmassnahmen:

  • Informieren Sie sich in Colón und Panama City bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, und erkundigen Sie sich, welche Quartiere als sicher gelten.
  • Verzichten Sie auf Besuche der Armenviertel.
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Deponieren Sie Ihre Dokumente im Hotelsafe; tragen Sie jedoch immer eine Fotokopie des Reisepasses auf sich (einschliesslich der Seite mit dem Einreisestempel).
  • Lassen Sie in Bussen und Busstationen besondere Vorsicht walten, denn dort sind oft Taschendiebe am Werk.
  • Nehmen Sie registrierte gelbe Taxis oder Hoteltaxis. Im internationalen Flughafen Tocumen können Sie am Taxistand in der Ankunftshalle registrierte Taxis buchen. Bestehen Sie in jedem Fall darauf, dass keine zusätzlichen Fahrgäste zusteigen. Benutzen Sie keine Kollektivtaxis.
  • Lassen Sie ein gesundes Misstrauen walten, wenn unbekannte oder nur flüchtig bekannte Personen (auch Jugendliche) Ihnen Hilfe anbieten, z.B. bei der Suche nach einem Taxi. Sie arbeiten oft mit Dieben zusammen.

Verkehr und Infrastruktur

Die Panamericana zwischen Panama-Stadt und der costaricanischen Grenze sowie die Hauptstrassen sind in gutem Zustand. Abseits der Hauptstrassen sind die meisten Strassen nicht asphaltiert und in unterschiedlichem Zustand. Schlecht gekennzeichnete Baustellen und die mangelnde technische Wartung vieler Fahrzeuge (auch Mietautos) erhöhen das Unfallrisiko.

Bei Unfällen dürfen die Fahrzeuge bis zum Eintreffen der Polizei nicht bewegt werden, denn dies wird als Eingeständnis der Schuld gewertet.

Die Grenze zwischen Panama und Kolumbien darf ausschliesslich von Fussgängern und Schiffen überquert werden. Es gibt keine Strassen zwischen Panama und Kolumbien. Erkundigen Sie sich bei dem Grenzposten über die aktuell gültigen Bestimmungen und Öffnungszeiten.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen (bis zu 15 Jahren) geahndet.

Die panamaische Justiz funktioniert langsam und kann auch willkürliche Züge aufweisen, speziell in Bezug auf die Verlängerung der Untersuchungshaft. Anwälte schenken den ihnen anvertrauten Fällen nicht immer die erwartete Aufmerksamkeit.

Die Haftbedingungen sind prekär: überfüllte Zellen, schlechte Lüftung und keine Klimaanlage, unzulängliche hygienische Verhältnisse und Ernährung etc.

Naturbedingte Risiken

Panama liegt in einem Erdbebengebiet. Erdbeben und Vulkanausbrüche in der Karibik können neben Verwüstungen auf dem Land auch Flutwellen auslösen.
Pacific Tsunami Warning Center PTWC

Starke Regenfälle können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.
Von Mai bis November kommen gelegentlich Hurrikane vor. Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
Hidrometeorología
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Ausserhalb der grösseren Städte ist die medizinische Versorgung nicht in jedem Fall gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Notruf (Allgemein): 911

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung  oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter in San José, Costa Rica
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.