Bilaterale Beziehungen Schweiz–Taiwan (Chinesisches Taipei)

Die Schweiz verfolgt eine Ein-China-Politik und anerkennt deshalb Taiwan (Chinesisches Taipei) nicht als eigenständigen Staat. Taiwan (Chinesisches Taipei) ist jedoch ein wichtiger Handelspartner der Schweiz.

Schwerpunkt der bilateralen Beziehungen

Zwei private Organisationen unterstützen die Beziehungen zwischen der Schweiz und Taiwan (Chinesisches Taipei): für die Schweiz das Trade Office of Swiss Industries und für Taiwan (Chinesisches Taipei) das Taipei-Kultur- und Handelsbüro in Bern und Genf. Diese Vertretungen geniessen keinen diplomatischen Status; sie bieten jedoch konsularische Dienstleistungen an.

Wirtschaftliche und finanzielle Beziehungen

Taiwan (Chinesisches Taipei) ist für die Schweiz der fünftwichtigste Exportmarkt in Asien. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung umfassten die Ausfuhren nach Taiwan (Chinesisches Taipei) vor allem chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Uhren sowie Maschinen und Elektronikerzeugnisse. Die Schweizer Importe aus Taiwan betrafen grössstenteils Maschinen, Elektronikapparate und Fahrräder.

Länderinformationen, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Schweizerinnen und Schweizer in Taiwan (Chinesisches Taipei)

Ende 2018 lebten 330 Schweizerinnen und Schweizer in Taiwan (Chinesisches Taipei).

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte die Volksrepublik China am 17. Januar 1950. Seither verfolgt sie eine Ein-China-Politik und betrachtet die Republik China, wie die Behörden von Taiwan (Chinesisches Taipei) sich selbst bezeichnen, nicht als eigenständigen Staat, sondern als Teilstaat Chinas. Bei ihren bilateralen Beziehungen und auf internationaler Ebene anerkennt die Schweiz nur die Volksrepublik China mit Regierungssitz in Peking.

Taiwan (Chinesisches Taipei), Historisches Lexikon der Schweiz