Schweizer Vorsitz der International Holocaust Remembrance Alliance im Jahr 2017

Nahaufnahme der Wörter «Schweiz» und «Juden» auf der Gedenktafel zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2016 am Genfer Schulhaus Les Cropettes.
Die Gedenktafel zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2016 am Genfer Schulhaus Les Cropettes erinnert an die Rolle des Schulgebäudes während des Zweiten Weltkriegs. © Keystone

Die Schweiz übernimmt 2017 nach Rumänien den Vorsitz der International Holocaust Remembrance Alliance, der sie seit 2004 angehört. Am 27. Januar wurde der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen. EDA-Generalsekretär Benno Bättig hat die Prioritäten der Schweiz erläutert. Der Fokus der Präsidentschaft wird bei der Bildung, der Jugend und der Erinnerung an die Holocaust-Überlebenden liegen. 

Am 27. Januar wird der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen. Für das Jahr 2017 hat die UNO das Leitthema «Bildung für eine bessere Zukunft» gewählt. Die Schweiz, die 2017 den Vorsitz der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) übernimmt, unterstützt diesen Gedenktag, der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die universellen Lehren des Holocaust, die Achtung der Menschenrechte und das gemeinsame Engagement gegen Völkermord, ethnische Säuberungen, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit im Bewusstsein der Menschen zu verankern. 

Auch mit dem Vorsitz der IHRA wolle die Schweiz dazu beitragen, dass die Erinnerung an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes an der jüdischen Bevölkerung, an Roma, Sinti und an anderen Minderheiten aufrecht erhalten werde, betonte Bundespräsidentin Doris Leuthard in ihrer Botschaft zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Dadurch solle eine Brücke zwischen «Damals» und «Heute» geschlagen werden.

Highlights und Projekte des Schweizer Vorsitzes

Die Schweiz übernimmt im März 2017 den Vorsitz der  IHRA. Botschafter Benno Bättig, Generalsekretär des EDA, wird während eines Jahrs die Funktion als Vorsitzender der IHRA innehaben. Ziel der Organisation ist es, namentlich in den 31 Mitgliedstaaten die Geschichtsforschung und den Unterricht über den Holocaust zu fördern sowie die Erinnerung an die Opfer durch Gedenkfeiern und -stätten wachzuhalten.

Die Schweiz wird 2017 zwei Plenarsitzungen der IHRA durchführen, die erste in Genf (26.–29. Juni), die zweite in Bern (27.–30. November). Am 26. November 2017 findet an der Pädagogischen Hochschule Bern eine Konferenz über die vom NS-Regime verübten Massaker an Menschen mit Behinderungen statt. Anfang 2018 werden die Aufklärung und der Unterricht über den Holocaust an den Internationalen Studientagen über Bildung an der Pädagogischen Hochschule in Lausanne thematisiert.

Anlässlich des Schweizer Vorsitzes unterstützt das EDA zahlreiche weitere Projekte. Die App «Fliehen vor dem Holocaust», die sich vor allem an Jugendliche richtet und demnächst erhältlich sein wird, zeigt anhand zahlreicher Multimediatools vier Einzelschicksale.

Ferner unterstützt das EDA die Veröffentlichung einer Sammlung von Berichten von Holocaust-Überlebenden sowie zwei Wanderausstellungen: die Fotoausstellung «The Last Swiss Holocaust Survivors» und eine didaktische Ausstellung zum Thema «Kinder im KZ Bergen-Belsen». Schliesslich wird die auf Deutsch erschienene Heftreihe «Memoiren von Holocaust-Überlebenden» durch Publikationen in französischer Sprache ergänzt.

News

Medienmitteilungen und Artikel mit Bezug zum Holocaust

Bildergalerie

Fotorückblick auf den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, Bern, 27. Januar 2017.

Reden

Benno Bättig, Generalsekretär des EDA und künftiger Vorsitzender der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), hält am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust eine Rede.
Benno Bättig © EDA

Reden von Benno Bättig, künftiger Vorsitzender der International Holocaust Remembrance Alliance, EDA-Generalsekretär; François Wisard, Chef Historischer Dienst EDA und Prof. Ivan Lefkovits, Holocaust-Überlebender und Herausgeber einer Memoirenreihe, Bern, 27.01.2017

Reden (PDF, Anzahl Seiten 13, 704.4 kB, Englisch)