Internationale Koordinations-Übung für den Fall eines bioterroristischen Anschlags („Black ICE II“)

Bern, Medienmitteilung, 09.09.2009

Vom 7. bis 8. September 2009 organisierten die Regierungen der USA und der Schweiz in Montreux gemeinsam eine Veranstaltung, an der die internationale Koordination im Fall eines bioterroristischen Anschlags geübt wurde („Black ICE II“). An diesem zweitätigen Seminar konnten sich Kader zahlreicher internationaler und regionaler Organisationen sowie verschiedener Regierungen mit den kritischen Kooperations- und Koordinationsfragen auseinandersetzen, die im Fall eines internationalen bioterroristischen Angriffs zu bewältigen wären. „Black ICE II“ baut auf den Erfahrungen und Erkenntnissen der ersten solchen Übung („Black ICE I“) auf, die im September 2006 ebenfalls in Montreux stattfand.

Bei „Black ICE II“ bestand die Übung für die Teilnehmenden aus einem fiktiven Szenario, bei dem von einer Lungenpest ausgegangen wurde. Das Szenario beruhte nicht auf einer realen Bedrohung, und es ging auch nicht um einen Angriff, der voraussichtlich so eintreten könnte. Das Szenario war vielmehr als Übungsfeld konzipiert, das es den Teilnehmenden erlaubt, Schlüsselfragen in Bezug auf eine grenzüberschreitende Koordination mit einer Reihe nationaler, regionaler und internationaler Institutionen zu formulieren. Eine internationale Koordination der involvierten Sektoren – öffentliche Gesundheit, Sicherheit, Verkehr und Gesetzesvollzugsbehörden - stellt eine grosse Herausforderung dar. „Black ICE II“ gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, diese Herausforderungen zu prüfen und gemeinsam die Kapazitäten und Bedürfnisse zu identifizieren, die nötig wären, um auf internationaler Ebene wirksam gegen einen möglichen bioterroristischen Angriff vorzugehen. 

Folgende Organisationen nahmen an der Übung „Black ICE II“ teil: die „Implementation Support Unit“ der Biologiewaffenkonvention (BWC ISU) , die International Civil Aviation Organization (ICAO), das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die International Criminal Police Organization (Interpol), die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), das Nordatlantische Verteidigungsbündnis (NATO), das Counter-Terrorism Committee der Organisation amerikanischer Staaten (OAS), die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Pan American Health Organization (PAHO), das Office of Disarmament Affairs der Vereinten Nationen (UN ODA), das Welternährungsprogramm (WFP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO).  Expertinnen und Experten aus Indien, Kenia, Malaysia, Mexiko, Polen, der Schweiz, den USA, der Europäischen Kommission und dem Sekretariat des Rates der EU beteiligten sich an der Untersuchung der Koordination der auf nationaler regionaler und internationaler Ebene getroffenen Massnahmen.

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