Gültig am:
Publiziert am: 18.01.2019

Die Lagebeschreibung ist aktualisiert worden.


Reisehinweise für Jemen

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Jemen und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Schweizer Staatsangehörige, die im Land bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA nach Jemen reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.

Das Land ist instabil und von bewaffneten Konflikten geprägt. Es bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken. Die Entwicklung der Lage ist ungewiss.

In verschiedenen Landesteilen und in der Hauptstadt bekämpfen sich Regierungstruppen (unterstützt durch eine ausländische Koalition) und verschiedene aufständische Gruppierungen. Es finden regelmässig Luftangriffe auf verschiedene Ziele statt. Im Land und in den Küstengewässern werden auch Minen eingesetzt. Dieser Konflikt fordert tausende von zivilen Opfern. Zeitweise werden Blockaden über sämtliche Land-, Flug- und Schiffsverbindungen verhängt.

Die Zahl der Entführungen und Entführungsversuche ist hoch; das Risiko besteht im ganzen Land. Bei den Entführern handelt es sich um Stammesangehörige, terroristische Gruppierungen oder Kriminelle. Bei den Entführungsopfern handelte sich um einheimische Personen, ausländische Touristen, Sprachstudenten, sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen, zum Beispiel:

  • Im Juni 2018 wurde ein französischer Staatsangehöriger in Hodeida entführt.
  • Im September 2017 wurde ein amerikanischer Staatsangehöriger in Sana’a entführt.
  • Ende März 2017 wurden mehrere ausländische Mitarbeiter eines Hilfswerks entführt
  • Im September 2016 wurden in Sana’a ein amerikanischer und ein australischer Staatsangehöriger entführt.
  • Im März 2016 wurden bei einem Überfall auf ein Hilfswerk in Aden mehrere Personen getötet und ein indischer Mitarbeiter entführt.
  • Im Dezember 2015 wurde ein griechischer Geschäftsmann in Aden entführt.
  • Im Mai 2015 wurde in Sana’a ein amerikanischer Journalist entführt.
  • Im Februar 2015 wurde eine Französin in Sana’a entführt.

Im ganzen Land besteht ein hohes Risiko von terroristischen Akten gegen in- und ausländische Personen und Einrichtungen, einschliesslich gegen humanitäre Organisationen. Regelmässig fordern Anschläge Todesopfer und Verletzte, zum Beispiel wurde im April 2018 ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Taiz erschossen.

Beachten Sie auch die Rubrik
Terrorismus und Entführungen

Bei Demonstrationen kann es zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften kommen.

Im Indischen Ozean und auch in den jemenitischen Gewässern ist Piraterie verbreitet, besonders im Golf von Aden. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Piraterie

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Riad
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.