Gültig am:
Publiziert am: 30.11.2016

Reisehinweise für Montenegro

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Das Land kann als stabil bezeichnet werden. Meiden Sie dennoch Demonstrationen und politische Kundgebungen, denn gewalttätige Ausschreitungen oder Zusammenstösse mit den Sicherheitskräften sind möglich.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Montenegro nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

In der Gemeinde Plav besteht noch Minengefahr. Die Minenfelder sind in der Regel gekennzeichnet. Halten Sie sich an die häufig befahrenen Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.

Kriminalität

Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität.

Verkehr und Infrastruktur

Die Strassen sind teilweise in einem schlechten Zustand. Bei Autofahrten ist daher Vorsicht geboten, insbesondere in den Bergen. Von nächtlichen Überlandfahrten abseits der Hauptstrassen wird abgeraten.

Für die Fahrt durch den Sozina-Tunnel, die Autofähre in der Bucht von Kotor und einige wenige Strassen wird eine Gebühr erhoben. Informationen finden Sie unter:
Monteput

Besondere rechtliche Bestimmungen

Für Fahrzeuglenker gilt eine Grenze von 0,3 Promille Blutalkoholgehalt (0,0 Promille für Berufsfahrer).

Das Fotografieren militärischer Einrichtungen ist verboten. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden auch bei kleinen Mengen mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet.

Das Mitnehmen von Flüchtlingen in einem Fahrzeug erfüllt den Straftatbestand des Menschenschmuggels und kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Nehmen Sie deshalb keine Anhalter mit, auch nicht für Teilstrecken innerhalb Montenegros.

Die Haftbedingungen sind hinsichtlich Infrastruktur, Hygiene und Verpflegung wesentlich härter als in der Schweiz.

Naturbedingte Risiken

In den letzten Jahren waren wiederholt kleinere Erdbeben zu verzeichnen.

Im Sommer herrscht vielerorts Waldbrandgefahr. Oft breiten sich die Feuer wegen starker Winde rasch aus. Entfachen Sie im Sommer im Freien keine Feuer und lassen Sie mit brennenden Zigaretten und Streichhölzern grösste Vorsicht walten.
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist ausserhalb der grösseren Städte nicht überall gewährleistet. Der Standard der Krankenhäuser ist oft sehr bescheiden. Bei ernsthaften Verletzungen und Erkrankungen empfiehlt sich die Rückkehr in die Schweiz.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Ausländer müssen sich innerhalb von 24 Stunden bei der lokalen Polizeistelle anmelden; Hotels erledigen normalerweise die Meldepflicht für ihre Gäste. Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Botschaft von Montenegro in Bern über die Einreise- und Meldebestimmungen für Personen und Fahrzeuge: Ausstellung von Passierscheinen, Versicherungsnachweis für Fahrzeuge etc.

Schweizer im wehrpflichtigen Alter, die auch die Staatsangehörigkeit von Montenegro besitzen und ihren Militärdienst in der Schweiz geleistet haben, sollten sich durch die Botschaft von Montenegro in Bern eine diesbezügliche Bestätigung ausstellen lassen. Wer keine solche Bestätigung vorweisen kann, muss mit einer Festnahme am Grenzübergang und einer vorübergehenden Inhaftierung durch die Militärbehörden rechnen.

Der Euro dient als offizielle Währung.

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 122
Notruf Sanität / Ambulanz: 124
Notruf allgemein: 112

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Belgrad, Serbien
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.