Gültig am:
Publiziert am: 17.04.2019

Diese Reisehinweise sind überprüft und mit redaktionellen Änderungen publiziert worden. Die Einschätzung der Lage ist unverändert gültig.


Reisehinweise für Niger

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Niger wird abgeraten.

In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Seit November 2009 wurden mehrere Ausländerinnen und Ausländer in der Sahara/Sahelzone verschleppt. Es handelte sich um Touristen, Wissenschaftler, Missionare sowie um Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen. Ein Teil der Geiseln wurden freigelassen, andere getötet. Mehrere Personen befinden sich noch immer in der Gewalt der Entführer. Das Entführungsrisiko ist im ganzen Land sehr hoch.

Beachten Sie die Informationen auf unseren spezifischen Internet-Seiten:
Entführungsrisiko in der Sahara und Sahelzone
Terrorismus und Entführungen

Das Risiko von terroristischen Anschlägen besteht im ganzen Land, besonders aber in den Regionen Diffa, Tahoua und Tillabéry, wo der Ausnahmezustand in Kraft ist. Im März 2018 wurden in der Nähe von Niamey nigrische Polizisten bei einem bewaffneten Angriff getötet oder verletzt. Im Oktober 2017 wurden nigrische und amerikanische Armeeangehörige bei einem Hinterhalt nahe der malischen Grenze getötet.

Im Südosten kommt es regelmässig zu bewaffneten Zusammenstössen zwischen der nigrischen Armee und terroristischen Gruppierungen. Zum Beispiel wurden seit Anfang 2018 in der Region Diffa und sogar in der Stadt Diffa mehrere nigrische Armeeangehörige getötet.

Der Konflikt in Mali sowie die zunehmend unsichere Lage im Nordosten von Burkina Faso beeinflussen die Sicherheitslage in Niger, insbesondere im Grenzgebiet.

Seit Oktober 2017 werden in Niamey und anderen Städten vermehrt Demonstrationen durchgeführt. In deren Umfeld sind gewaltsame Ausschreitungen sowie Zusammenstösse zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften nicht auszuschliessen.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Abuja, Nigeria
Schweizer Kooperationsbüro und Konsulargentur in Niamey
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.