Gültig am:
Publiziert am: 04.12.2021

Folgende Information ist aus den Reisehinweisen ENTFERNT worden: «Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat Hong Kong als Gebiet mit einer besorgniserregenden Variante eingestuft. Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in diese Länder und Regionen zu verzichten.»


Reisehinweise für China

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Sonderinformation: Coronavirus (Covid-19)

In allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in Staaten und Gebiete mit einer besorgniserregenden Virusvariante zu verzichten. Auf der Liste der Länder und Gebiete mit besorgniserregender Virusvariante des Bundesamtes für Gesundheit BAG ist ersichtlich, ob und welche Staaten/Gebiete zurzeit in diese Kategorie fallen.
BAG: Liste der Länder und Gebiete mit besorgniserregender Virusvariante

Auslandreisen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und ein hohes Mass an Flexibilität. Bedenken Sie namentlich folgende Punkte:

  1. Schweiz– Empfehlungen und Informationen des Bundesamtes für Gesundheit BAG: Das BAG bestimmt die grenzsanitarischen Massnahmen für die Einreise in die Schweiz, z.B. Einreiseformular, Covid-Zertifikat, Testpflicht, Quarantäne.
  2. Ausland – Ein- und Ausreisevorschriften: In zahlreichen Ländern bestehen weiterhin Einreiserestriktionen und/oder besondere Bestimmungen für die Ausreise.
  3. Ausland – Massnahmen innerhalb eines Landes: In vielen Ländern sind weiterhin diverse Massnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft.
  4. Ausland – medizinische Versorgung: Das Coronavirus strapaziert das Gesundheitswesen weltweit.
  5. Ausland – Unterstützung seitens EDA: Das EDA unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes.
  6. Internationale Verkehrsverbindungen: Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise noch eingeschränkt.

Beachten Sie den Fokus «Coronavirus (COVID-19).

Aktuelles

Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus Coronavirus (COVID-19)
BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in China, beachten Sie die Informationen der zuständigen chinesischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die chinesische Botschaft in Bern.
Chinesische Botschaft

National Health Commission of the People’s Republic of China (NHC)

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Olympische Winterspiele und Winter-Paralympics 2022 

Vom 4. bis 20. Februar 2022 finden in Beijing die Olympischen Winterspiele statt und vom 4. bis 13. März 2022 die Winter-Paralympics.
Es werden keine Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Ausland zugelassen.
Beijing 2022 – Beijing Organising Committee

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Die Sicherheitslage ist stabil. Dennoch kann es sporadisch zu Demonstrationen und Zusammenstössen mit den Sicherheitskräften kommen.

Vereinzelt sind in China Anschläge verübt worden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Meiden Sie Demonstrationen jeder Art, und halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden.

Es kommt vor, dass die chinesischen Behörden Touristenreisen in einzelne Gebiete, zum Beispiel Tibet, kurzfristig untersagen. Besprechen Sie Ihr Reiseprogramm mit Ihrem Reiseveranstalter und bleiben Sie in Kontakt mit ihm.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Hong Kong: Demonstrationen können nicht ausgeschlossen werden. Dabei sind Strassenblockaden und gewaltsame Zusammenstösse möglich. Das Sicherheitsgesetz Hong Kongs stellt die folgenden, nicht klar definierten Tatbestände unter langjährige Haftstrafe (bis lebenslänglich): Sezession, Subversion, Terrorismus sowie Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten. Das Gesetz sieht vor, dass diese Tatbestände bestraft werden, auch wenn sie ausserhalb des chinesischen Staatsgebietes begangen werden. Die Einreise nach Hong Kong oder China könnte dabei zu einem Strafverfahren führen.
Informieren Sie sich vor und während Ihrer Reise in den Medien und bei ortsansässigen Kontaktpersonen über die aktuelle Lage. Meiden Sie Demonstrationen jeder Art und halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden.

Provinzen Gansu, Qinghai, Sichuan und autonomes Gebiet Tibet: Die Lage ist in den tibetischen Gebieten dieser Provinzen lokal angespannt.
Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art,
und halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden (Reisebeschränkungen etc.).

Autonomes Gebiet Xinjiang: Das Verhältnis zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen ist seit Jahren angespannt. In den vergangenen Jahren haben Ausschreitungen und Gewalttaten in dieser Provinz mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert. Betroffen von den Unruhen waren insbesondere grössere Städte wie Urumqi, Kashgar und Hotan. Die chinesischen Behörden schreiben die Gewalttaten terroristischen Separatistengruppen zu.
Im autonomen Gebiet Xinjiang müssen vermehrt Sicherheitskontrollen (Checkpoints) passiert werden. Dies ist oft mit einer Identitäts- und Körperkontrolle verbunden.
Lassen Sie in Xinjiang erhöhte Vorsicht walten
und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (Ausgangssperren, Reisebeschränkungen etc.).

Grenzgebiet zu Indien (Region Aksai Chin): Meiden Sie die Grenzgebiete (Waffenstillstandslinie) zu Indien weiträumig; es kommt dort gelegentlich zu bewaffneten Zwischenfällen.

Kriminalität

Taschen- und Entreissdiebstähle nehmen vor allem in den Städten zu. Die Kriminalitätsrate kann je nach Ortschaft und Stadtteil erheblich variieren. Bei sogenannten Express-Entführungen wird das Opfer zu Bargeldbezügen und Einkäufen mit der Kreditkarte gezwungen. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Unternehmen Sie Reisen in schwach besiedelte Gebiete nicht alleine.
  • Informieren Sie sich bei ortsansässigen Kontaktpersonen oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, und erkundigen Sie sich, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
  • Lassen Sie ein gesundes Misstrauen walten, wenn selbst ernannte „Reiseführerinnen oder Reiseführer“ oder Studierende ihre Hilfe anbieten. Insbesondere im Raum Shanghai und Beijing kommt es vor, dass diese ausländische Staatsangehörige in ein Teehaus, Restaurant, eine Karaokebar, einen Massagesalon oder ähnliche Lokale führen, wo die Besucherinnen und Besucher betrogen werden.

Verkehr und Infrastruktur

Ausserhalb der Agglomerationen sind einige Strassen in schlechtem Zustand. Es gibt Orte, wo die Strassenschilder nur in chinesischer Schrift ausgeschildert sind. Ein erhebliches Unfallrisiko besteht durch das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmenden. Für Reisen mit einem Personenauto ist es deshalb empfehlenswert, nicht selbst zu fahren, sondern einen Wagen mit Chauffeurin oder Chauffeur zu mieten. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten.

Telefonverbindungen ins Ausland sind in abgelegenen Orten nicht überall möglich. Es kommt vor, dass in einzelnen Gebieten der Zugang zum Internet und die internationalen Telefonverbindungen vorübergehend nicht gewährleistet sind.

Eine mangelhafte Umsetzung von Sicherheitsstandards in der chemischen Industrie hat mehrere Unfälle verursacht. Zum Beispiel sind im März 2019 bei einer Explosion in einer Chemiefabrik in der Provinz Jiangsu über 40 Personen getötet und über 600 verletzt worden.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist verboten, uniformierte Personen sowie Einrichtungen von Militär und Polizei zu fotografieren.

Politische Aktivitäten, Kontakte zu politischen Gruppierungen sowie politisch sensible Äusserungen (auch in den sozialen Medien) können ebenfalls strafrechtliche Folgen haben. Die chinesischen Behörden überwachen das Internet systematisch und blockieren den Zugang zu gewissen Websites und Sozialen Medien.

Sittenwidrigkeiten und Vergehen gegen die öffentliche Ordnung können durch die Polizei mit Bussen und Haftstrafen bis zu 10 Tagen bestraft werden. Ein richterliches Urteil ist nicht notwendig.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen bis hin zur Todesstrafe geahndet. Es können auch Personen verurteilt werden, denen mittels Tests bei der Ankunft in China Drogenkonsum nachgewiesen werden kann.

Die Todesstrafe kann auch für andere Delikte (z.B. Mord) verhängt werden.

Allgemein werden in China (und Hong Kong) Gesetzesverstösse strenger geahndet als in der Schweiz. Dies gilt auch in Bezug auf die Einfuhr- und Ausfuhrbestimmungen.
General Administration of Customs People Republic of China

Customs and Excise Department Hong Kong

Die Haftbedingungen sind hart.

Personen, die in einem Strafprozess verwickelt sind, dürfen unter Umständen während der Untersuchung/Verhandlung das Land nicht verlassen. Auch bei finanziellen Streitigkeiten kann die Polizei unter Umständen ausländische Staatsangehörige an der Ausreise hindern, bis die Angelegenheit erledigt ist.

Naturbedingte Risiken

China liegt in einem Erdbebengebiet. An den Küsten besteht deshalb auch das Risiko von Tsunami.

Während der Sommermonate muss mit Überschwemmungen und in den betroffenen Gebieten mit Behinderungen gerechnet werden.

Die Küstenregionen im Süden und Südosten des Landes werden von Mai bis November von Taifunen heimgesucht, die beträchtliche Verwüstungen anrichten können.
Beachten Sie Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)

Hong Kong Observatory
: Tropical Cyclone Track Information

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die nächste schweizerische Vertretung (Botschaft in Beijing, Generalkonsulat in Shanghai, Guangzhou oder Hong Kong).

Bei Reisen nach Tibet und in die Provinz Qinghai sollten die Symptome der Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden.

Medizinische Versorgung

Ausserhalb der grossen Städte ist die medizinische Versorgung nur beschränkt gewährleistet. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Krankenhäuser verlangen vor Behandlungen eine finanzielle Garantie (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren medizinische Fachpersonen und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Die Polizei ist berechtigt, jederzeit Identitätskontrollen durchzuführen. Tragen Sie deshalb immer Ihren Pass auf sich.

Reisende, die nicht in Hotels logieren, müssen sich innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei anmelden. Die Gastgeberin oder der Gastgeber muss sie dabei begleiten und sich ebenfalls ausweisen. Wer gegen diese Vorschrift verstösst, muss bei der Ausreise mit Schwierigkeiten rechnen.

Einige abgelegene Regionen sind für ausländische Staatsangehörige nicht zugänglich.

Das autonome Gebiet Tibet kann generell nur mit einer Bewilligung der "Tourist Administration of the Tibetan Autonomous Region" bereist werden. Es werden nicht für alle Gebiete Tibets und teilweise nur für Gruppenreisen Bewilligungen erteilt.
Im autonomen Gebiet Xinjiang bestehen teilweise lokale Reisebeschränkungen für ausländische Staatsangehörige. Klären Sie Ihr Reiseprogramm mit Ihrem Reiseveranstalter ab.

Die chinesische Botschaft in Bern und das chinesische Generalkonsulat in Zürich erteilen nähere Auskunft über die nicht zugänglichen Gebiete und die Meldevorschriften.

Die chinesischen Behörden betrachten chinesisch-schweizerische Doppelbürgerinnen und Doppelbürger ausschliesslich als chinesische Staatsangehörige und lassen die Gewährung von konsularischem Schutz durch die Schweiz nicht in jedem Fall zu.

Nützliche Adressen

China (ausser Hong Kong und Macao): Polizei: 110, Ambulanz: 120
Hong Kong (Polizei, Ambulanz): 999
Macao: Polizei: +853 2857 3333, Ambulanz: 999

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Vertretungen in China
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

 

Ausschluss der Haftung
 Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
 Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.