Bilaterale Beziehungen Schweiz – Kuba

Die bilateralen Beziehungen sind gut und durch Kontinuität gekennzeichnet. Seit 2000 engagiert sich die Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit und leistet regelmässig humanitäre Hilfe bei Naturkatastrophen. Kuba ist ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweiz und Kuba führen seit 2006 einen Dialog im Rahmen regelmässiger politischer Konsultationen. Die beiden Länder haben bilaterale Abkommen über den Handel, die Förderung und den Schutz von Investitionen, den Luftverkehr und die Überstellung verurteilter Personen abgeschlossen. Die Schweiz nahm von 1961 bis zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Kuba im Juli 2015 die Interessenvertretung der USA in Kuba wahr, von 1991 bis Juli 2015 zusätzlich die Interessenvertretung Kubas in den USA.

Heute ist die Schweiz in Kuba vor allem in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, wo sie ihre Strategie 2017–2021 umsetzt

Datenbank Staatsverträge

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Eine schweizerisch-kubanische Handels- und Industriekammer fördert die Handelsbeziehungen, die von bescheidenem Umfang sind. Die Schweiz importierte 2017 Waren im Wert von 38 Millionen CHF, vor allem landwirtschaftliche Produkte. Die Exporte – hauptsächlich Maschinen, pharmazeutische und chemische Erzeugnisse sowie Präzisionsinstrumente – beliefen sich auf 20 Millionen CHF.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE

Schweizerisch-Kubanische Handels- und Industriekammer (de, en, es)

Friedensförderung und Menschliche Sicherheit

Die Schweizer Botschaft in Kuba hat Projekte im Bereich der Menschlichen Sicherheit finanziell unterstützt.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die Schweiz unterstützt die kubanische Gesellschaft dabei, die weitere Entwicklung des Landes friedlich, partizipativ und auf der Basis der sozialen Errungenschaften voranzubringen. Sie fördert lokale Initiativen, die mit konkreten Massnahmen die Lebensbedingungen verbessern und die Institutionen stärken.

Der Schwerpunkt der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Kuba liegt seit 2011 auf der Entwicklung der Gemeinden. In diesem Rahmen unterstützt die Schweiz nationale Strategien zur Förderung der lokalen Entwicklung im Landwirtschafts- und Wohnungsbereich. Im Jahr 2016 setzte die Schweiz nahezu 14 Millionen CHF für die internationale Zusammenarbeit in Kuba ein.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schweizerinnen und Schweizer in Kuba

Ende 2017 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 310 Schweizerinnen und Schweizer in Kuba.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Als Kuba 1902 eine unabhängige Republik wurde, anerkannte die Schweiz diese umgehend und nahm diplomatische und konsularische Beziehungen auf. Die ersten Schweizer Honorarkonsuln wurden im 19. Jahrhundert ernannt. Ein 1918 errichtetes Konsulat wurde bis 1957 stufenweise zur Botschaft erhoben.

Bereits im 19. Jahrhundert wurden Handelsbeziehungen gepflegt, die nach der Revolution von 1959 weitergeführt wurden.

Die Schweiz nahm von 1961 bis zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Kuba im Juli 2015 die Interessenvertretung der USA in Kuba wahr, von 1991 bis Juli 2015 zusätzlich die Interessenvertretung Kubas in den USA.

Dossier Schweizer Schutzmachtmandate für die USA und Kuba

Kuba, Historisches Lexikon der Schweiz

Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis