Gültig am:
Publiziert am: 11.11.2015

Reisehinweise für die Malediven

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

 

Grundsätzliche Einschätzung

Die politische Lage ist gespannt. Am 4. November 2015 hat der Präsident den Notstand über das ganze Land verhängt und am 10. November 2015 wieder aufgehoben.

Seit Ende Februar 2015 kommt es in der Hauptstadt Male immer wieder zu grösseren politisch motivierten Demonstrationen. Mehrere Demonstranten wurden verhaftet. Weitere Demonstrationen mit gewalttätigen Ausschreitungen sind vor allem in Male möglich. Die Flughafeninsel sowie die Hotelinseln waren bisher von Unruhen nicht betroffen.

Auf den von der einheimischen Bevölkerung bewohnten Inseln und in Male schüren kriminelle Banden gelegentlich Unruhen und verüben Gewalttaten, die sich in erster Linie gegen die lokale Bevölkerung richten. Bei Demonstrationen kann es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen.

Das Risiko von terroristischen Akten kann auch auf den Malediven nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die Entwicklung der Lage und bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter. Meiden Sie Demonstrationen und grosse Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der Sicherheitskräfte.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Male: Demonstrationen mit gewalttätigen Ausschreitungen sind  möglich. Gewalttaten durch kriminelle Banden gegen die lokale Bevölkerung kommen vor. Informieren Sie sich vor Ausflügen nach Male bei Ihrem Reisebüro oder bei den lokalen Behörden über die Durchführbarkeit von Ausflügen. Meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art.

Kriminalität

Die Kleinkriminalität nimmt zu. Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen.

Somalische Piraten haben ihre Überfälle weit in den Indischen Ozean ausgedehnt. Im März 2012 ist erstmals ein Frachter in den maledivischen Gewässern entführt worden. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Piraterie

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist verboten, ausserhalb der Hotelanlagen Alkohol zu konsumieren. Verboten sind unter anderem auch gleichgeschlechtliche Handlungen. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit lebenslänglichen Gefängnisstrafen geahndet. Die Polizei verfolgt Besitz und Konsum von Haschisch und allen anderen Drogen sehr streng, auch in den Hotels.
Die Haftbedingungen sind nicht mit jenen in der Schweiz vergleichbar.

Kulturelle Besonderheiten

Die Malediven sind ein muslimisches Land. Respektieren Sie die religiösen Moralvorstellungen und passen Sie Verhalten und Kleidung auch an den Stränden den lokalen Gepflogenheiten an. Während Alkoholkonsum in den Touristenanlagen toleriert wird, ist die Einfuhr von alkoholischen Getränken verboten. Fotografieren Sie Personen nur mit deren Einverständnis. Dies gilt sowohl für Zivilpersonen wie auch Polizisten, Armeeangehörigen, etc. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen. Denken Sie daran, dass während des Ramadans besondere Regeln und Vorschriften zu beachten sind.
 

Naturbedingte Risiken

Tsunami, die durch Erdbeben im südostasiatischen Raum ausgelöst werden, können auch die Malediven erreichen.
Pacific Tsunami Warning Center PTWC

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen oder bei der Helpline EDA und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nur beschränkt gewährleistet. Auf den ausschließlich für ausländische Besucher reservierten Ferieninseln gibt es teilweise kleine Arztpraxen oder kleine Kliniken für einfachere Behandlungen. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland behandelt werden. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie für Behandlungen (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.
Die Einfuhr von Medikamenten wird auf den Malediven strikt reguliert.

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 119
Notruf Ambulanz: 102
Maledives Customs Service

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Colombo, Sri Lanka
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Es gibt keine konsularische Vertretung der Malediven in der Schweiz. Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilt die Botschaft der Malediven in London. Sie informiert auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.: High Commission of the Republic of Maldives, 22 Nottingham Place, London W1U 5NJ, Tel. 0044-20-72242135.
High Commission of the Republic of Maldives

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.