Gültig am:
Publiziert am: 21.10.2016

Reisehinweise für Senegal

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Es gibt Hinweise, dass Terrorgruppen aus der Sahara ihren Aktionsradius in den Senegal ausdehnen. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Seit Beginn der Militärintervention in Mali am 11. Januar 2013 hat sich die Sicherheitslage in der gesamten Sahelzone verschärft. Im senegalesischen Grenzgebiet zu Mauretanien und zu Mali wird das Entführungsrisiko als hoch eingeschätzt; es kann auch im Rest des Landes nicht völlig ausgeschlossen werden.

Das Risiko von Anschlägen kann auch in Senegal nicht ausgeschlossen werden. Bitte beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen

Lassen Sie Vorsicht walten, besonders an öffentlichen Plätzen wie Märkten, Diskotheken und Stadien. Meiden Sie Menschenansammlungen und Kundgebungen jeder Art, denn Ausschreitungen sind möglich.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali:
Im Grenzgebiet zu Mauretanien und Mali wird das Entführungsrisiko als hoch eingeschätzt. Von Reisen ins Grenzgebiet zu Mauretanien und zu Mali wird abgeraten.

Casamance:
 Trotz Anzeichen einer gewissen Beruhigung der Lage bleibt der langjährige Konflikt zwischen der senegalesischen Regierung und der lokalen Unabhängigkeitsbewegung MFDC ungelöst. Es kommt sporadisch zu lokal und zeitlich begrenzten bewaffneten Zusammenstössen zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Auch Strassenräuber und bewaffnete kriminelle Banden sind in Teilen dieser Region aktiv. Die beschriebenen Sicherheitsrisiken sind in den Grenzgebieten zu Gambia und Guinea-Bissau besonders hoch. Verminte Zonen sind ungenügend markiert.
Von Reisen in die Grenzgebiete zu Gambia und Guinea-Bissau wird abgeraten. In den übrigen Gebieten ist erhöhte Vorsicht geboten:
Informieren Sie sich vor und während der Reise bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage und befolgen Sie deren Anweisungen. Unternehmen Sie Überlandfahrten ausschliesslich tagsüber und auf asphaltierten Hauptstrassen und lassen Sie sich von einer vertrauenswürdigen ortskundigen Person begleiten.

Kriminalität

Gewalttätige Überfälle können vorkommen, insbesondere auch in Dakar und in den Touristengebieten. Beachten Sie deshalb folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Vermeiden Sie nächtliche Spaziergänge und Überlandfahrten.

Verkehr und Infrastruktur

Es kommt vor, dass die Grenzübergänge kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt bei den Grenzposten.

Die wichtigsten Verbindungsstrassen sind teilweise schlecht unterhalten. Es besteht ein relativ hohes Unfallrisiko (überhöhte Geschwindigkeit, mangelhaft unterhaltene Fahrzeuge, unberechenbare Fahrweise). Verzichten Sie deshalb auf nächtliche Überlandfahrten. Während der Regenzeit von Juli bis Oktober sind zahlreiche Strassen in gewissen Gegenden oft unpassierbar.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Die Bestimmungen für die Ein- und Durchreise mit einem Motorfahrzeug ändern häufig. Erkundigen Sie sich vor Abreise bei der Botschaft von Senegal in Genf über die aktuell gültigen Vorschriften.
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit langjährigen Gefängnisstrafen und hohen Geldbusse geahndet, dasselbe gilt für gleichgeschlechtliche Handlungen. Die Haftbedingungen sind sehr prekär.

Kulturelle Besonderheiten

Die Mehrheit der Bevölkerung Senegals bekennt sich zum Islam. Passen Sie Ihr Verhalten und Ihre Kleidung den lokalen Gepflogenheiten an und fotografieren Sie Personen nur mit deren Einverständnis.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist ausserhalb der grösseren Städte nicht oder nur sehr beschränkt gewährleistet. Krankenhäuser verlangen in der Regel eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (schriftlich garantierte Kostenübernahme oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Dakar
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.