Gültig am:
Publiziert am: 20.09.2016

Reisehinweise für die Vereinigten Staaten von Amerika

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Das Land ist stabil.

Das US Department of Homeland Security (DHS) weist jedoch auf die Möglichkeit von Terroranschlägen hin.
DHS

Beispiele von terroristischen Akten:

  • Am 17. September 2016 hat ein Attentäter in einem Einkaufszentrum in St. Cloud (Minnesota) mehrere Personen mit einem Messer verletzt.
  • Am 12. Juni 2016 hat ein bewaffneter Attentäter in einem Nachtklub in Orlando (Florida) rund fünfzig Personen erschossen und über fünfzig verletzt.
  • Am 2. Dezember 2015 sind bei einem Terrorattentat in San Bernardino (Kalifornien) über ein Dutzend Personen erschossen und über zwanzig verletzt worden.
  • Am 15. April 2013 sind in Boston bei zwei Bombenexplosionen mehrere Leute getötet und über 140 zum Teil schwer verletzt worden.

Am 17. September 2016 wurden bei einer Explosion in New York City mehrere Personen verletzt. Die Hintergründe sind unklar.

Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Nach Polizeieinsätzen, die als unverhältnismässig empfunden werden, kann es zu lokalen Protesten und Zusammenstössen mit den Sicherheitskräften kommen.

Befolgen Sie in jedem Fall die Anweisungen der US-amerikanischen Sicherheitsbehörden.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate kann je nach Ortschaft und Stadtteil erheblich variieren. Erkundigen Sie sich an Ihren jeweiligen Aufenthaltsorten bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten. Erkundigen Sie sich, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.

Der Besitz von Waffen ist verbreitet. Es kommt vermehrt vor, dass Schusswaffen illegal eingesetzt werden z.B. bei Überfällen oder Amokläufen.

Beachten Sie überall die allgemeinen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität.

Verkehr und Infrastruktur

Wer Verkehrsbussen nicht bezahlt, riskiert eine Einreisesperre oder Probleme bei der nächsten Einreise - unter Umständen sogar ein Strafverfahren.
Falls Sie von der Polizei angehalten werden, bleiben Sie im Fahrzeug sitzen und legen Sie die Hände aufs Steuerrad, bis die Beamten bei Ihnen sind und weitere Anweisungen geben.

Planen Sie im Flugverkehr genügend Zeit für die verschärften Sicherheitskontrollen ein. Die Transportation Security Administration (TSA) informiert über wichtige sicherheitsrelevante Bestimmungen und Verhaltensregeln in den Flughäfen, die unbedingt einzuhalten sind: Check-In, verbotene Gegenstände, bei den Kontrollen zu vermeidende Bemerkungen wie Anspielungen auf Waffen und Bomben etc. Die TSA behält sich das Recht vor, Fluggepäck bei Verdacht aufzubrechen; sie empfiehlt deshalb, das Gepäck nicht zu verschliessen.
TSA

Besondere rechtliche Bestimmungen

Die Rechtsprechung kann sich in den einzelnen Bundesstaaten stark unterscheiden. Sie orientiert sich oft an rigideren Moralvorstellungen als in der Schweiz. Es ist beispielsweise verboten, oben-ohne oder nackt zu baden (auch für Kinder), auf öffentlichem Grund zu urinieren oder nicht vollständig angezogene Kinder zu fotografieren (auch zu Hause). Alkoholkonsum ist für Personen unter 21 Jahren verboten. Ausserdem darf Alkohol weder in der Öffentlichkeit konsumiert noch sichtbar herumgetragen werden.

Es ist strafbar, Kinder unter 12 Jahren unbeaufsichtigt zu lassen, sei dies zu Hause, im Hotel oder im Auto usw.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit mehreren Jahren Haft (Drogenhandel bis lebenslänglich) und einer Einreisesperre bestraft.

In einigen Bundesstaaten wird für schwere Delikte (z.B. Mord) die Todesstrafe verhängt.

Naturbedingte Risiken

Tornados können im ganzen Land und während des ganzen Jahres auftreten. Sie entwickeln sich unter gewissen Bedingungen bei Gewittern. Hurrikane bedrohen von Mai bis November den Golf von Mexiko sowie die Ostküste und können zu schweren Überschwemmungen führen. Im Winter können im Norden heftige Schneestürme (Blizzards) auftreten.
Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der Behörden.
National Weather Service and Hurricane Center
National Weather Service

Waldbrände können im ganzen Land vorkommen. Das National Interagency Fire Center informiert über die aktuellen Brandherde.
National Interagency Fire Center

Teile der USA sind erdbebengefährdet. Das Risiko ist in Alaska, Hawaii und Kalifornien am höchsten. Erd- und Seebeben können neben Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen. Informieren Sie sich in den Hotels oder bei Ihren Gastgebern über das Erdbebendispositiv (Ausgänge, Sammelpunkte etc.).
USGS Earthquake Hazards Program
Pacific Tsunami Warning Center PTWC

Auf den Inseln Hawaii (auch „big island“ genannt) und Maui im Bundesstaat Hawaii muss ausserdem  mit Vulkanausbrüchen gerechnet werden. Bei Exkursionen auf Vulkane ist grosse Vorsicht geboten und es ist unerlässlich, sich von einem kundigen Führer begleiten zu lassen. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
Hawaii Volcano Obervatory
Hawaii Emergency Management Agency

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der Behörden und melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die nächste Schweizer Vertretung (Botschaft oder Generalkonsulat).

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist gewährleistet, aber Krankenhausaufenthalte sind wesentlich teurer als in der Schweiz. Auch in Notfällen verlangen Krankenhäuser eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der US-Botschaft in Bern über die genauen Einreisebestimmungen.
US-Botschaft

Visa Waiver Program: Das Visa Waiver Program (VWP) erlaubt schweizerischen Staatsangehörigen unter gewissen Bedingungen die visafreie Einreise in die USA für Ferien-, Geschäfts- und Transitreisen von weniger als 90 Tagen. Die Bestimmungen des Visa Waiver Programs sind Ende Januar 2016 geändert worden, und weitere Anpassungen sind im Verlaufe des Jahres geplant.
Visa Waiver Program

Electronic System of Travel Authorization (ESTA): Wer die Voraussetzungen fürs Visa Waiver Program erfüllt, muss mindestens 72 Stunden vor der Abreise übers Electronic System of Travel Authorization (ESTA) eine Berechtigung zur Einreise im Rahmen des VWP beantragen.
ESTA Informationen
ESTA Anmeldung

Es wird empfohlen, jederzeit das Original des Passes auf sich zu tragen, um sich ausweisen zu können.

Nützliche Adressen

Notruf-Nummer: 911
Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Vertretungen in den USA
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.